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o2 akzeptiert Prepaid-Urteil

Prepaidkunden von o2 können aufatmen: ihr Guthaben wird ab sofort nicht mehr verfallen. o2 akzeptiert ein Urteil des Oberlandesgericht München. In Kürze wird ein weiteres Urteil gegen Vodafone erwartet.

21.07.2006, 14:08 Uhr
o2© Telefónica

Das Ende Juli vom Oberlandesgericht München erlassene Urteil gegen den Mobilfunker o2, wonach Guthaben von wiederaufladbaren Prepaidkarten nach einem Jahr nicht verfallen darf wenn auch im 13. Monat keine Wiederaufladung erfolge, wird nicht mehr angefochten. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, o2 habe das Urteil akzeptiert und plane keine Revision beim Bundesgerichtshof.
Guthaben verfällt nicht mehr
Für Kunden des Münchner Netzbetreibers bedeutet das einen großen Vorteil. o2 will die Praxis ändern, wonach Guthaben 13 Monate nach der letzten Aufladung verfiel, berichtet der "Focus" weiter. o2 verzichtet aber wohl auch auf einen weiteren Prozess vor dem Bundesgerichtshof, um einen weiteren Imageschaden zu vermeiden.
Für Prepaidkunden ist zu beachten, dass das ergangene Urteil nur für o2, nicht aber für T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder die zahlreichen Mobilfunk-Discounter gilt. Am 26 Juli steht nach "Focus"-Informationen allerdings ein Urteil eines Berliner Gerichts an. Dann könnte es sein, dass auch Vodafone der Verfall von Prepaid-Guthaben verboten wird.
Verbraucherschützer erwarten Reaktionen
Der Bundesverband Verbraucherzentrale begrüßte die o2-Entscheidungund hofft nun, dass die anderen Mobilfunker dem Beispiel folgen werden. Sollte dem nicht so sein, drohen weitere Klagen vor Gericht.

(Hayo Lücke)

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