News

"NYT": NSA darf in Ausnahmefällen Internet-Sicherheitslücken nutzen

Die US-Regierung hat eine Ausnutzung der "Heartbleed"-Sicherheitslücke durch die NSA dementiert. Laut "New York Times" erlaubt Obama dem Geheimdienst aber, Sicherheitslücken im Internet unter gewissen Umständen auszunutzen.

13.04.2014, 12:30 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

US-Präsident Barack Obama hat dem Geheimdienst NSA einem Medienbericht zufolge zugestanden, Sicherheitslücken im Internet unter gewissen Umständen verschweigen und ausnutzen zu dürfen. Dies sei aus zwingenden Gründen der nationalen Sicherheit oder der Strafverfolgung gerechtfertigt, berichtete die "New York Times" am Sonntag online unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter.

"Heartbleed"-Sicherheitslücke nicht ausgenutzt?

Washington hatte Ende vergangener Woche einen Medienbericht dementiert, wonach die NSA die vergangene Woche öffentlich gewordene "Heartbleed"-Sicherheitslücke seit langem gekannt und ausgenutzt habe. Hätten US-Behörden die Schwachstelle entdeckt, hätten sie die Entwickler des Programms informiert, teilte eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates mit.

Die Schwachstelle ist eine der gravierendsten Sicherheitslücken der Internet-Geschichte. Wenn der Geheimdienst eine Lücke von diesem Ausmaß gekannt und nichts gegen sie unternommen hätte, würde er damit Hunderte Millionen Nutzer schutzlos gegen mögliche Angriffe von Online-Kriminellen dastehen lassen.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang