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Nokia verkauft nur 2 Millionen Lumia-Telefone in Q1

In einer vorläufigen Quartalsbilanz hat Nokia die Aussichten nach unten korrigiert und vor einer weiteren Eintrübung des Geschäfts gewarnt. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass bis Ende März zwei Millionen Lumia-Smartphones abgesetzt werden konnten.

11.04.2012, 15:43 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Auch nach dem Wechsel auf das vielgelobte Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 geht Nokias langsamer Abstieg aus der ersten Liga der Mobilfunk- und Handyhersteller scheinbar unaufhaltsam weiter. Trotz millionenschwerer Werbekampagnen liegen die als Hoffnungsträger lancierten Lumia-Modelle seit ihrem Marktstart im November 2011 im Vergleich zu Konkurrenzgeräten fast wie Blei in den Regalen. Obwohl in einzelnen Ländern beachtliche Absatzzahlen verzeichnet werden konnten, ist die Gesamtbilanz ernüchternd: Lediglich drei Millionen Lumia-Smartphones konnten insgesamt bisher verkauft werden, davon rund zwei Millionen für einen Durchschnittpreis von 220 Euro in der Zeit von Anfang Januar bis Ende März dieses Jahres, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Gewinnwarnung mit.

Trübe Aussichten und Kursverluste

Demnach wird für das erste Quartal eine negative Umsatzrendite bei Geräten und Dienstleistungen von minus 3 Prozent erwartet. Bisher gingen die Finnen von einem Ergebnis im Bereich von maximal 2 Prozent über beziehungsweise unter der Gewinn-/Verlustschwelle aus. Kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht: Auch für das zweite Quartal ist nach Nokia-Angaben aufgrund sich verschlechternder Rahmenbedingungen eine ähnliche Entwicklung wahrscheinlich.

Die Zahl der verkauften Mobiltelefone sank von rund 114 Millionen Geräten im vierten Quartal des Vorjahres auf nur noch 71 Millionen. Deutlich auch der Einbruch bei den Smartphones: Hier setzte Nokia nur noch 12 Millionen Stück ab – ein Minus gegenüber dem Vorquartal um rund 39 Prozent. Zum Vorjahr sind die Verluste noch gravierender. Damals konnte mit rund 24 Millionen Smartphones noch die doppelte Zahl an Geräten verkauft werden. Die Börse quittierte die Negativ-Nachrichten aus Espoo mit massiven Kursverlusten der Nokia-Aktie. Das Papier fiel innerhalb kurzer Zeit um mehr als 15 Prozent. Der endgültige Quartalsbericht soll am 19. April erscheinen.

(Christian Wolf)

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