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Nokia verkauft Mobilfunk-Modem-Sparte an Renesas

Der finnische Handy-Hersteller Nokia steckt mitten in der Restrukturierung des Unternehmens. Für 200 Millionen Euro trennt sich Nokia von seinen Mobilfunk-Modems, vereinbarte aber mit Renesas eine strategische Partnerschaft.

06.07.2010, 13:28 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der finnische Handy-Hersteller Nokia verkauft seine Sparte für Mobilfunk-Modems an den japanischen Konzern Renesas. Wie Nokia am Dienstag in Espoo bei Helsinki mitteilte, wollen beide Unternehmen mit einer neuen langfristig angelegten strategischen Partnerschaft zusammen neue Modemtechnik für heutige und künftige Funkstandards entwickeln.

Nokia erhält 159 Millionen Euro

Renesas zahlt Nokia für die Wireless-Modem-Sparte 200 Millionen Dollar (159 Millionen Euro) und übernimmt 1.100 betroffene Beschäftigte, von denen die meisten in Finnland, Indien, Großbritannien und Dänemark arbeiten. Das japanische Unternehmen bekommt auch verschiedene Nokia-Patente überschrieben, so dass Renesas künftig komplette mobile Plattformen anbieten kann. Teil des Geschäfts sind auch Modem-Technologien für LTE, HSDPA und GSM. Bereits seit 2009 hatte Renesas Nokia-Modems lizensiert. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen sein.

Im April hatte Nokia bereits ein Umkrempeln der Unternehmensstruktur angekündigt. Das finnische Unternehmen soll sich künftig in die drei neuen Einheiten Mobile Solutions, Mobile Phones und Markets gliedern und schnellere Produktinnovationen ermöglichen. Denn Nokia leidet unter den Smartphone-Erfolgen der Konkurrenz. Mitte Juni hatten die Finnen ihre Prognose für das Mobilfunk-Geschäft im zweiten Quartal gesenkt.

(Jörg Schamberg)

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