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Nokia verkauft 8,8 Millionen Lumia-Smartphones

29.10.2013, 12:47 Uhr (Quelle: DPA)
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Vor dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft hat der finnische Handy-Riese Nokia erneut einen deutlichen Umsatzrückgang und rote Zahlen eingefahren. Die Erlöse schrumpften im dritten Quartal im Jahresvergleich um knapp 22 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte deutlich zu. Nach einem Minus von 564 Millionen Euro vor einem Jahr steht für das dritte Quartal ein Plus von 118 Millionen Euro in den Nokia-Bilanzen. Unterm Strich gab es aber immer noch einen Verlust von 91 Millionen Euro.

8,8 Millionen Lumia-Smartphones verkauft

Im Vorjahresquartal hatte es noch ein Riesenminus von 959 Millionen Euro gegeben. Zu dem besseren Ergebnis trug unter anderem das Absatzplus bei den Lumia-Smartphones bei: Mit 8,8 Millionen Geräten wurden etwa drei Mal so viele verkauft als vor einem Jahr. Nokia hob in einer Unternehmensmitteilung anlässlich der aktuellen Quartalszahlen insbesondere das Einsteiger-Smartphone Lumia 520 hervor.

Auch den Absatz so genannter Feature Phones konnte Nokia steigern. Er legte um 4 Prozent auf 55,8 Millionen verkaufte Einheiten zu. Als Verkaufsschlager in diesem Segment erwiesen sich das Nokia 105, das Nokia 210 und das Asha 501.

Europa nur noch drittstärkster Absatzmarkt

Der für Nokia absatzstärkste Markt findet sich in Asien, wo insgesamt 23,6 Millionen Mobiltelefone verkauft werden konnten. Gefolgt vom Mittleren Osten & Afrika (14,7 Millionen) und Europa (13,2 Millionen). Außrdem vermeldete Nokia einen Erfolg in den USA, wo die Finnen über Jahre keinen Fuß in die Tür bekamen. Der Geräteabsatz schoss von 500.000 noch im zweiten Quartal auf 1,4 Millionen hoch. Zu beachten ist allerdings auch, dass in Europa und den USA mehr hochpreisige Smartphones verkauft werden als in Schwellenländern. Erst vor wenigen Tagen hatte Nokia unter anderem sein erstes Tablet (Lumia 2520) auf Basis von Windows 8 und ein Smartlet mit 6-Zoll-Display (Lumia 1520 / Lumia 1320)

Konkurrent Apple hatte am Montagabend bekannt gegeben, 33,8 Millionen iPhones im dritten Quartal verkauft zu haben.

Nach dem Verkauf der Gerätesparte an Microsoft wird sich das Unternehmen mit dem Namen Nokia dramatisch verändern. Nach Zahlen des Jahres 2012 wird rund die Hälfte der Umsätze weg sein und etwa 32.000 Mitarbeiter werden zu dem Software-Riesen wechseln. Zuletzt arbeiteten für Nokia insgesamt rund 87.100 Beschäftigte - bereits über 18.000 weniger als noch vor einem Jahr.

(Hayo Lücke)

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