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Nokia Ovi Store: Eigener App Store für die Telekom

Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia hat ein neues Konzept für seinen Ovi Store vorgestellt. Die Netzbetreiber Deutsche Telekom und Orange France erhalten eigene App Stores und können innerhalb des Ovi Stores eigene Apps vertreiben.

12.05.2011, 15:41 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Vor rund zwei Jahren hat Nokia mit dem Ovi Store einen eigenen Online-Shop für Handy-Anwendungen im Netz eröffnet. Nun hat der finnische Mobilfunkhersteller ein neues Konzept vorgestellt, mit denen die Netzbetreiber Deutsche Telekom und Orange France innerhalb des Ovi Stores eigene App Stores betreiben können.

Telekom kann eigene Apps vertreiben

Das von Nokia geplante "Store-in-Store"-Konzept soll Netzbetreibern zusätzliche Wege bieten, um Kunden anzusprechen. Mit dem eigenen App Store mit marken-spezifischem Branding könnten sich Telekom und Orange France von den Wettbewerbern abzugrenzen. Der Ovi Store Kanal ermögliche der Telekom zum Beispiel den Vertrieb eigener Apps und Dienste. Die Abrechnung für den Kauf der Smartphone-Anwendungen könne über die Mobilfunkrechnung erfolgen.

Eigene Apps, beispielsweise auf Basis von RSS-Feeds, lassen sich laut Nokia mit dem Ovi App Wizzard entwickeln. Auch die Entwicklungsumgebung Qt stellt Nokia den Netzbetreibern zur Verfügung. Apps und Inhalte lassen sich im Ovi Store herausheben und mit allen Marketing-Möglichkeiten des Ovi Store bewerben.

Mehr als fünf Millionen Downloads täglich im Nokia Ovi Store

Aktuell verzeichnet der Nokia Ovi Store mehr als fünf Millionen Downloads pro Tag. Zum Angebot gehören neben Apps auch Games und weitere Inhalte. Kunden gelangen direkt über die Startseite des Ovi Store auf die Shops von Telekom & Co. Die Abrechnung über den Mobilfunknetzbetreiber praktiziert Nokia weltweit mit derzeit 112 Netzbetreibern in 37 Märkten.

Die Deutsche Telekom sieht in der Nutzung eines eigenen App Stores innerhalb des Ovi Store vor allem die Möglichkeit, Kunden einen leichten Zugang zu eigenen und Partner-Apps zu ermöglichen. "Die rasant steigende Zahl von Apps kann auf Nutzer schnell unübersichtlich wirken", erläutert Rainer Deutschmann, Senior Vice President für Mobile Produkte bei der Telekom.

Nokia selbst kämpft derzeit mit sinkenden Marktanteilen. In Westeuropa setzte sich Samsung als neuer Marktführer vor Nokia. Erst im vergangenen Monat hatten Microsoft und Nokia ihre Smartphone-Allianz besiegelt. Nokia hatte im Februar bekanntgegeben, auf das Handy-Betriebssystem Windows Phone von Microsoft zu wechseln.

(Jörg Schamberg)

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