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Nokia: Navigationslösung HERE Auto hält in QNX-basierten Bordsystemen Einzug

Nokias integrierte Navigationsanwendung HERE Auto wird künftig auch von BlackBerrys Auto-Plattform QNX unterstützt. Das teilten die Finnen auf der CES in Las Vegas mit.

10.01.2014, 17:01 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Einer der letzten Hoffnungsträger des kriselnden Smartphone-Herstellers BlackBerry ist die in der Autoelektronik verwendete Software-Plattform QNX. Diese kommt bei mehreren Fahrzeugbauern als Grundlage für Infotainment-Systeme zum Einsatz, so etwa bei Mercedes-Benz und Volvo. Künftig unterstützt QNX dabei auch die Nokia-Navigationslösung HERE Auto. Das teilten die Finnen auf der CES in Las Vegas mit.

Integrierte Navigationslösung mit Cloud-Anbindung

HERE Auto wird direkt in das QNX-basierte Bordsystem des Wagens integriert und umfasst Kartenmaterial für eine sprachgestützte Routenführung in 95 Ländern, wobei das Tool via mobiles Internet über die HERE Cloud mit verschiedenen Live-Diensten verbunden ist. Abrufen lassen sich so etwa Informationen zu Wetter- und Verkehrslage, verfügbaren Parkplätzen oder aktuellen Kraftstoffpreisen. Auch Kartenaktualisierungen können so heruntergeladen werden.

Steht aufgrund schlechter Empfangsbedingungen kein Internetzugang zur Verfügung, lässt sich HERE Auto auch offline zur Navigation nutzen. Über die zusätzlich erhältliche Smartphone-App "HERE Auto Companion" können darüber hinaus Strecken synchronisiert werden. Je nach Implementierung durch den Autohersteller lassen sich zudem ebenfalls der Standort des Wagens bestimmen, die Türen ver- und entriegeln, die Klimaanlage steuern oder Daten von Fahrzeugsensoren einsehen, beispielsweise über Tankinhalt oder Reifendruck.

Das vernetzte Auto kommt

Für das laufende Jahr kündigte Nokia derweil eine Vorstellung weiterer HERE-Elemente an. Auch über neue Partnerschaften will das Unternehmen in den kommenden Monaten informieren. Nach der Übernahme der Smartphone-Sparte durch Microsoft gehört die Karten- und Navigationsschmiede HERE zu den Geschäftsfeldern, die in Zukunft bei dem Traditionskonzern für Umsatz sorgen sollen.

Auf die Verbreitung im Automobilsektor setzen die Finnen dabei große Hoffnungen: Experten zufolge könnte ein Internetzugang bereits 2020 bei einem Großteil aller Fahrzeuge zur Ausstattung gehören. Auch Google nimmt daher inzwischen Kurs auf den Fahrzeugbereich: Erst vor wenigen Tagen gab Audi eine Kooperation mit dem Web-Giganten über die Integration von Android in Unterhaltungs- und Informationssysteme neuer Fahrzeugmodelle bekannt.

(Christian Wolf)

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