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Nokia-Manager zweifelt Kopierschutz an

Statt "allein auf Kopierschutzsysteme zu setzen, die umgangen werden können", ließen sich Musik-Downloads "beispielsweise mit Werbung finanzieren".

17.02.2007, 12:01 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Nach Apple-Chef Steve Jobs hat sich jetzt auch ein hochrangiger Manager des weltgrößten Mobiltelefonherstellers Nokia in die Debatte um den Kopierschutz für im Internet verkaufte Musik eingeschaltet.
Statt "allein auf Kopierschutzsysteme zu setzen, die umgangen werden können", ließen sich Musik-Downloads "beispielsweise mit Werbung finanzieren", sagte der Chef der Handy-Sparte, Kai Öistämö, der "Berliner Zeitung". Damit schlägt Öistämö der Musikindustrie ein Geschäftsmodell vor, das demjenigen von Internetportalen wie Yahoo und Google ähneln würde.
Neue Wege finden
Tag für Tag würden mehr Medieninhalte aus dem Internet geladen, ohne dass dafür bezahlt werde, sagte der Manager. Es müssten deshalb neue Wege gefunden werden, dass Inhalteanbieter von Musik auch Geld verdienten.
Jobs hatte gefordert, die großen Musiklabels sollten Apple, Microsoft, Sony und andere Anbieter von Musik im komprimierten Datei-Format MP3 nicht länger verpflichten, ihre Musiktitel nur mit dem Kopierschutz zu vertreiben. Jobs argumentierte, der digitale Kopierschutz sei unwirksam, um Musikpiraterie im Internet aufzuhalten. Er hatte darauf heftige Kritik aus der Musikindustrie kassiert.

(Hayo Lücke)

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