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Nokia: Handyabsatz bricht fast weltweit ein

Fast weltweit konnte Nokia im Weihnachtsgeschäft weniger Handys absetzen als noch ein Jahr zuvor. Nur in China wurden mehr Handys verkauft. Mitte Februar soll eine neue Strategie vorgestellt werden.

27.01.2011, 13:33 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com
Der finnische Handyhersteller Nokia kämpft weiter um Anschluss im lukrativen Markt der Smartphones. Im vierten Quartal fiel der operative Gewinn um 26 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie Nokia am Donnerstag in Helsinki-Espoo mitteilte.

Nokia verkauft weniger Handys

Im Jahresvergleich sank dieser Ertrag um 9 Prozent auf 3,20 Milliarden Euro. Beim Umsatz legte das Unternehmen im gesamten Jahr um 4 Prozent auf 42,45 Milliarden Euro zu. Die Zahl der verkauften Endgeräte ging zwischen Oktober und Dezember um 3 Prozent auf 123,7 Millionen zurück. Das entsprach nach Angaben des Unternehmens einem weltweiten Marktanteil von 31 Prozent. Während die Zahl der verkauften Smartphones um 36 Prozent auf 28,3 Millionen Einheiten zulegte, brach der Verkauf klassischer Mobiltelefone um 10 Prozent auf 95,4 Millionen ein.

Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass Nokia im Weihnachtsquartal fast weltweit weniger Telefone absetze. In Europa ging der Absatz mit 33,5 Millionen verkauften Handys um 2 Prozent zurück, im Mittleren Osten und Afrika setzten die Finnen sogar 9 Prozent weniger Geräte (22,2 Millionen) ab. Ebenfalls um 9 Prozent ging der Handyabsatz im asiatisch-pazifischen Raum zurück (31.3 Millionen), um 2 Prozent verringerte sich der Verkauf an Nokia-Handys in Lateinamerika (12,2 Millionen).

Weiterhin keinen Fuß auf den Boden bekommt Nokia in den USA. Dort brach das Geschäft sogar um 32 Prozent auf 2,6 Millionen verkaufte Einheiten ein. Einziger Lichtblick ist der chinesische Markt. Dort verkaufte Nokia 24 Prozent mehr Handys (21,9 Millionen). Allerdings werden dort vorrangig preiswerte Einsteigertelefone verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Nokias-Handys lag im vierten Quartal bei 69 Euro - nach 64 Euro ein Jahr zuvor.

Neue Strategie in den Startlöchern

Konzernchef Stephen Elop stufte das letzte Quartal als "solide" ein. Nokia stehe weiter vor "erheblichen Herausforderungen bei der Konkurrenzfähigkeit". "Es ist höchste Zeit, dass Nokia sich schneller umstellt", sagte er weiter. Das Unternehmen will Mitte Februar eine neue Strategie vorstellen, um erfolgreicheren Smartphone-Konkurrenten wie Apple mit dem iPhone besser Paroli bieten zu können.

(Hayo Lücke)

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