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Nokia enttäuscht trotz sattem Gewinn

Der weltgrößte Handybauer verkaufte im zweiten Quartal insgesamt 78,4 Millionen Mobiltelefone und enttäuschte trotzdem die Analysten.

20.07.2006, 14:06 Uhr
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Kuriose Meldung aus der Wirtschaft: Der weltgrößte Handybauer Nokia hat seinen Gewinn deutlich gesteigert und dennoch die Börse enttäuscht.
Satter Gewinn
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs sprang der Nettogewinn des finnischen Unternehmens um 43 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, wie der Konzern in Helsinki mitteilte. Das Betriebsergebnis stieg um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Experten hatten allerdings mit 1,66 Milliarden Euro gerechnet. An der Börse gab der Nokia-Kurs deshalb leicht nach. Der neue Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo sprach von einem "gesunden Wachstum". Der Umsatz stieg um ein gutes Fünftel auf 9,8 Milliarden Euro.
Sinkender Marktanteil
Negativ rechneten die Händler dem Konzern auch an, dass sein weltweiter Marktanteil bei Mobiltelefonen im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres um einen Punkt auf 34 Prozent sank. Zudem gab der durchschnittliche Verkaufspreis für Nokia-Handys im gleichen Zeitraum um einen Euro auf 102 Euro nach.
Der Konzern verkaufte im zweiten Quartal insgesamt 78,4 Millionen Mobiltelefone, ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das zweite Vierteljahr gilt bei Nokia traditionell als schwach.

(Hayo Lücke)

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