Handys

Nokia Asha - Vier neue Einsteiger-Smartphones

Nokia will nicht nur mit neuen Windows-Smartphones durchstarten, sondern hat auf der Nokia World in London auch neue Einsteier-Smartphones der neuen Asha-Reihe vorgestellt.

26.10.2011, 15:35 Uhr
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Wenn es darum geht, neu durchzustarten, muss ein Weltkonzern mehr vorlegen als ein paar Worte. Nokia versucht es nicht nur mit zwei neuen Windows-Handys, sondern auch mit vier neuen Telefonen auf Basis der Series 40-Plattform. Sie werden in der neuen Produktkategorie Asha (Hindi: Hoffnung) untergebracht und sollen (Nokia) helfen, die nächste Milliarde an Handynutzern zum ersten Mal mit Internetinhalten auf dem Telefon zu versorgen - vor allem in Schwellenländern in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Nokia Asha 200 / 201

Die ersten beiden Modelle, das Asha 200 und Asha 201, wirken auf den ersten Blick identisch, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Detail voneinander: während das Asha 201 als Standard-GSM-Telefon auf den Markt gebracht wird, ist das Asha 200 mit einer Dual-SIM-Funktion versehen worden. Das heißt, es können zwei SIM-Karten in das Handy eingelegt und bis zu fünf SIM-Karten-Profile abgespeichert werden. Wichtig zu wissen ist auch: das 200er Modell ist bereits im Laufe der nächsten Wochen erhältlich, das Asha 201 folgt erst im Laufe des ersten Quartals 2012.

Bereits ab Werk vorinstalliert sind attraktive Applikationen wie WhatsApp und Facebook. Auch eine Push-E-Mail-Funktion für verschiedene große E-Mail-Anbieter steht zur Verfügung. Gleichwohl sollte sich jeder Benutzer bewusst sein, dass richtig schnelle Internetverbindungen nicht möglich sind. Denn die beiden 115x61x14 Millimeter kleinen und 105 Gramm leichten Einsteiger-Telefone unterstützen maximal EDGE-Verbindungen. UMTS und HSDPA? Fehlanzeige! Die integrierte Antenne arbeitet im Dualband-Betrieb, was in einzelnen Ländern zu Einschränkungen bei der Nutzung führen kann.

Kleines Display

Weil die Nokia-Designer den Telefonen eine physische QWERTZ-Tastatur spendiert haben, fällt das Display wie beim Nokia E6 etwas klein aus: 2,4 Zoll in der diagonalen Abmessung bei einer Auflösung von 320x240 Pixeln und einer Darstellung von 262.000 Farben. Beachtlich für ein Einsteiger-Handy: Der Telefonspeicher (64 Megabyte) ist über eine microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweiterbar.

Auf der Rückseite wird eine Digitalkamera mit einer Auflösung von 2 Megapixeln und vierfachem Digitalzoom integriert. Mit an Bord ist ferner ein Radio mit Aufnahmefunktion und eine Bluetooth-Schnittstelle (Version 2.1). Die Bereitschaftszeit liegt nach Nokia-Angaben bei bis zu 36 Tagen, die Gesprächszeit bei maximal sieben Stunden. Angeboten werden sowohl das Asha 200 als auch das Asha 201 in sieben knalligen Farben - zu einem Preis von jeweils 60 Euro ohne Vertrag.

Etwas dezenter und mit einer besseren Ausstattung präsentiert sich das Asha 300 der Weltöffentlichkeit. Es wird schon im Laufe des vierten Quartals ausgeliefert und soll ohne Vertrag 85 Euro kosten.

Nokia Asha 300

Das 113x50x13 Millimeter kleine und 85 Gramm leichte Telefon ist mit einer Quadband-Antenne ausgestattet und dadurch rund um den Erdball in GSM-Netzen einsetzbar. Doch nicht nur das: es funkt auch in UMTS-Netzen und gestattet auf Basis von HSDPA schnelle Internetdownloads. Schade ist, dass auch bei diesem Modell ein Display mit einer diagonalen Abmessung von nur 2,4 Zoll verbaut wurde - mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln, bis zu 262.000 darstellbaren Farben und Touch-Unterstützung. Der interne Speicher fällt mit 140 Megabyte klein aus, ist aber um bis zu 32 Gigabyte erweiterbar, wenn eine optional erhältliche microSD-Karte in das Gerät eingelegt wird.

1-Gigahertz-Prozessor integriert

Herzstück des Telefons ist ein Prozessor, der mit 1 Gigahertz getaktet ist. Für ein Telefon dieser Preisklasse ein neuer Meilenstein. Vorinstalliert sind nicht nur die Applikationen WhatsApp und Facebook, sondern auch das Kultspiel Angry Birds in einer Schnupperversion. Außerdem nutzbar: eine 5-Megapixel-Kamera, die Videoaufnahmen allerdings nur im qualitativ schwachen VGA-Modus erlaubt. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch einen MP3-Player, ein RDS-Radio, eine Bluetooth-Schnittstelle (Version 2.1) und ein 2.000 Kontakte fassendes Adressbuch. Die Sprechzeit liegt nach Angaben des Herstellers bei bis zu sieben Stunden, die Bereitschaftszeit bei maximal 24 Tagen. Zu haben wird das Asha 300 in insgesamt sechs Farben sein.

Nokia Asha 303

Last but not least schickt Nokia ebenfalls schon im Laufe des vierten Quartals das Asha 303 ins Rennen. Es soll 115 Euro ohne Vertrag kosten und ist mit einer physischen QW4ERTZ-Tastatur unter dem Display versehen worden.

Mit Abmessungen von 117x56x14 Millimetern ist es deutlich breiter als das Asha 300 und wiegt mit 97 Gramm auch mehr. Der Touchscreen ist mit einer Diagonalabmessung von 2,6 Zoll etwas größer, verglichen mit anderen Smartphones aber trotzdem sehr klein. Die Anzahl der darstellbaren Farben (262.000) und die Auflösung fallen mit 320x240 Pixeln vergleichsweise gering aus. Ebenso der interne Speicher (170 Megabyte), der über eine microSD-Karte aber um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden kann.

Nutzbar ist das Asha 303 sowohl in GSM- als auch in UMTS-Netzen. Im Inneren werkelt ein 1-Gigahertz-Prozessor, eine 3,2 Megapixel-Kamera soll für das Festhalten von Schnappschüssen nutzbar sein. Der Umfang an Extras fällt üppiger aus als beim Asha 300: Bluetooth (Version 2.1), Radio, MP3-Player und eine WLAN-Schnittstelle. Die maximal mögliche Sprechzeit gibt Nokia mit acht Stunden, die Bereitschaftszeit mit bis zu 35 Tagen an.

(Hayo Lücke)

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