Handys

Nokia 9300: Communicator reloaded

Update: Neues Smartphone ist ab sofort im Handel erhältlich, aber kein Schnäppchen.

24.01.2005, 12:23 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Nokia hat überraschend ein neues Modell seines Smartphones "Communicator" angekündigt. Das Handy mit der Bezeichnung 9300 wird voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres erhältlich sein.
Deutlich schlanker
Das Umfeld in New York, in dem das Gerät der Öffentlichkeit präsentiert wurde, zeigt bereits jetzt, welche Zielgruppe Nokia mit seinem neuen Mini-Computer im Handyformat ansprechen will: Geschäftskunden, die auch unterwegs ihre Daten mobil verarbeiten möchten. Auffällig im Vergleich zum bisherigen Communicator-Design sind insbesondere die schlankeren Abmessungen. Mit 132 mal 51 mal 21 Millimetern ist das 9300 merklich handlicher als etwa das Nokia 9500 (148 mal 57 mal 24 Millimeter) oder das Nokia 9210i (158 mal 56 mal 27 Millimeter). Auch das Gewicht wurde deutlich reduziert: Das neue Business-Flaggschiff der Finnen wiegt nur noch 167 Gramm. Das 9210i bringt 240 Gramm auf die Waage.
Zugeklappt präsentiert sich der Communicator als schlichtes Mobiltelefon. Das 128 mal 128 Pixel große Display erlaubt das Ablesen von eingehenden Anrufen sowie von SMS oder MMS. Wie bei einem normalen Mobiltelefon kann hier bequem durch das Menü navigiert werden. Wird das Smartphone aufgeklappt, bietet es eine vollständige Tastatur und ein 640 mal 200 Pixel großes Display mit 65.536 Farben. Mit nur einem Tastendruck auf eine der acht Funktionstasten bietet der Nokia 9300 Communicator Zugriff auf persönliche Daten und verschiedene Büroanwendungen. Über die 5-Wege-Navigationstaste kann der Nutzer durch die Menüs navigieren. Nokia mit Blackberry
Das Triband-Handy, das mit dem Betriebssystem Symbian 7.0 OS arbeitet, unterstützt neben der klassischen GSM-Telefonie auch den Einsatz von EDGE. Über die integrierte Freisprechfunktion sind Konferenzgespräche mit bis zu fünf Teilnehmern möglich. Natürlich ist auch das Versenden und Empfangen von E-Mails möglich - per POP, IMAP und SyncML. Erstmals wird bei einem Nokia-Gerät kann auch Blackberry-Funktionalität unterstützt. Infrarot- und Bluetooth-Schnittstelle zum kabellosen Datenaustausch sind ebenfalls mit an Bord. Auch auf eine USB-Schnittstelle muss nicht verzichtet werden.
Für ausreichend Speicherplatz ist gesorgt: An integriertem Flashspeicher stehen 80 Megabyte zur Verfügung, auf Wunsch kann der Speicherplatz über eine MMC-Speicherkarte auf bis zu zwei Gigabyte erweitert werden. Für Abwechslung im geschäftlichen Alltag ist über einen integrierten MP3- bzw. Multimediaplayer gesorgt.
Ohne Kamera
Vergeblich sucht man übrigens eine Kamera. Eigentlich erstaunlich für ein Smartphone der neuesten Generation. Immerhin hat es Nokia auch beim 9500 geschafft eine Kamera zu integrieren. Wie dem auch sei, der Communicator sollte Business-User ohnehin durch andere Funktionen überzeugen und die findet man schließlich reichlich.
Update: Ab sofort erhältlich
Der Akku des 9300 soll nach Herstellerangaben bis zu vier Stunden Dauergespräche erlauben und bis zu 200 Stunden im Standbybetrieb Strom liefern. Preislich ist das Smartphone allerdings alles andere als ein Schnäppchen. Stolze 749 Euro verlangt Nokia in seinem Online-Shop für das Gerät.

(Hayo Lücke)

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