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Nintendos Neue: Schicke "Revolution"

Nintendo gab auf der E3 in Las Vegas erste Details zum GameCube-Nachfolger "Revolution" bekannt. Viel erfährt man noch nicht, aber die neue Nintendo sieht gut aus.

18.05.2005, 16:01 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Nintendo will mit seiner neuen Konsole, die noch den Arbeitstitel "Revolution" trägt, neue Maßstäbe setzten. Auf der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles wurden nun ein paar Einzelheiten vorgestellt.
Kleine Konsole
Rein äußerlich fällt die Konsole durch ihr gelungenes Gehäuse und die geringe Größe auf, die etwa drei übereinander gestapelten DVD-Hüllen entspricht. Ein silbernes Gestell soll die "Revolution" passend zur jeweiligen Multimedia-Einrichtung machen, egal ob horizontal oder vertikal aufgestellt. Auch in verschiedenen Farben soll es die "Revolution" geben, der Verkaufsstart ist für 2006 geplant. Es wird erwartet, das Nintendo nicht vor Sony mit der neuen Konsole auf den Markt kommt.
Auch die Kompatiblität zu den aktuellen Spielen ist sichergestellt: Alle jetzigen GameCube-Spiele werden auch mit der Revolution benutzt werden können. Als "Geheimwaffe" sieht Nintendo die Möglichkeit, mit der Revolution auch ältere Spiele herunterzuladen, die seinerzeit für das Nintendo 64, Super Nintendo Entertainment System (SNES) oder sogar Nintendo Entertainment System (NES) entwickelt wurden.

Bilder: Nintendo

Nintendo verfolgt mit der Revolution das Konzept des "All-Access-Gaming". Die Konsole ist klein und passt überall hin, neue und alte Spiele können gezockt werden. Ein schnurloser Gaming-Dienst "Nintendo Wi-Fi-Connection" soll Zockern auf der ganzen Welt das Spielen mit- oder gegeneinander ermöglichen. Desweiteren sollen Leute, die sich noch nicht für Spieler halten, mit der Revolution angesprochen werden. Ein selbstladender Medienschacht wird sowohl die optischen Discs der neuen Spiele mit zwölf Zentimter Durchmesser, als auch die bisherigen GameCube-Discs abspielen können. Der interne Flash-Speicher von 512 MB kann über einen SD-Slot erweitert werden. Filme und andere DVD-Inhalte sollen mit Hilfe eines kleines Zusatzgerät abgespielt werden können. Darüberhinaus ist das System mit schnurloses Controllern, zwei USB 2.0-Ports und Wi-Fi-Unterstützung ausgerüstet.
"Broadway"-Rechenpower
Der Prozessor für die Revolution kommt, wie bei der Konkurrenz von Microsoft und Sony, aus dem Hause IBM und wurde unter dem Arbeitstitel "Broadway" entwickelt. Der Grafikchip namens "Hollywood" kommt von ATI und soll für "ungekannte Videospielerlebnisse" sorgen. Mehr Details zur revolutionären Technik waren Nintendo auch auf Nachfrage nicht zu entlocken.
Nintendo-Präsident Satoru Iwata blickt trotz großer Konkurrenz durch andere Konsolen positiv in die Zukunft: "Mit der Rückwärtskompatibilität und dem Konzept der 'virtuellen Konsole' bietet unsere stylische kompakte Konsole maximale Gaming-Power. Sie wird die Videospiele-Unterhaltung nicht nur in eine andere Dimension führen, sondern auch die Definition des Videospiels erweitern. Außerdem wird sie einen Zugang zur großartigen Geschichte des Gaming bieten."
Dynamische Entwicklung
Die Entwicklung der Spiele will Nintendo dynamisch halten. So soll es einerseits "Meisterwerke" mit großen Budgets geben, anderseits auch Spiele von unabhängigen Entwicklern, die auf einer guten Idee aufbauen. Auch das "Staraufgebot" von Mario, Zelda, Super Smash Bros., Donkey Kong und Metroid soll noch vergrößert werden.

(Christopher Bach)

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