Breitbandausbau

Niedersachsen: Fortschritte bei VDSL-Versorgung

Mehr als drei Viertel der niedersächsischen Haushalte können bei Bedarf inzwischen mit VDSL 50 im Internet surfen. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium will bis 2025 eine flächendeckende Versorgung mit Gigabit-Speed erreichen.

KabeltrommelAuf dem Land gibt es weiterhin noch Lücken bei der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen.© Maimento / Fotolia.com

Hannover – Das in Zusammenhang mit den Breitbandzielen der Bundesregierung viel zitierte Jahr 2018 ist angebrochen. Bis zum Jahresende sollen bundesweit flächendeckend Surfgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Doch wie sieht der Breitbandausbau vor Ort aus? In Niedersachsen konnten beispielsweise laut dem dortigen Wirtschaftsministerium Mitte 2017 technisch 77,5 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s im Internet surfen. Innerhalb eines Jahres habe sich die Versorgung mit dieser Bandbreite in dem nordwestlichen Bundesland laut eines Berichts der Zeitung "Die Welt" um 4,5 Prozent verbessert. Die Zahlen basieren auf einer Untersuchung des TÜV Rheinland.

Gute Versorgung in Städten, Lücken auf dem Land

Niedersachsen lag damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 76,9 Prozent (Mitte 2017). Spitzenreiter war Bremen: 93,6 Prozent der Haushalte hatte dort zum damaligen Zeitpunkt Zugriff auf einen mindestens 50 Mbit/s schnellen Internetanschluss. Highspeed-Internetzugänge mit Download-Raten von 100 Mbit/s seien zur Mitte des vergangenen Jahres in 66 Prozent der Haushalte in Niedersachsen verfügbar gewesen. Auf dem Land gebe es jedoch weiterhin Versorgungslücken.

Immerhin steht vielen Haushalten inzwischen mobiles Internet mit LTE-Speed zur Verfügung. In Niedersachsen gebe es eine LTE-Abdeckung von 96,6 Prozent. Dennoch sei laut niedersächsischem Wirtschaftsministerium noch sehr viel zu tun. Spätestens 2025 soll überall in Niedersachsen Gigabit-Internet nutzbar sein.

Digitalisierungs-Masterplan soll im Sommer vorgelegt werden

Bis Mitte 2018 soll das niedersächsische Wirtschaftsministerium einen Masterplan für die Digitalisierung vorlegen. Bis 2022 sollen für die Umsetzung eines solchen Masterplans eine Milliarde Euro an Landesmitteln bereitstehen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf Anfragen von FDP-Abgeordneten von Mitte Dezember 2017 hervor. Für 2018 plane die niedersächsische Landesregierung für diesen Zweck ein Sondervermögen von 500 Millionen Euro ein.

Jörg Schamberg

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