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Niederlage für Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom ist aus dem Rennen um die Übernahme des größten serbischen Mobilfunkanbieters Mobi 63 geworfen worden.

26.07.2006, 17:39 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom ist aus dem Rennen um die Übernahme des größten serbischen Mobilfunkanbieters Mobi 63 geworfen worden. Stattdessen nahm die zuständige Privatisierungsbehörde in Belgrad die österreichische Mobilkom Austria, die türkische Orascom Telecom und die norwegische Telenor in die engere Auswahl für den Deal auf. Die Entscheidung zwischen diesen drei Bewerbern soll Anfang nächster Woche fallen. Zum Verkauf steht der Aktienanteil von 70 Prozent, den der serbische Staat an Mobi 63 hält. Die Lizenz wird für zehn Jahre vergeben.
Gescheiterte Unternehmen
Neben der Deutschen Telekom schieden auch der französische Konzern France Télécom sowie eine Reihe von Unternehmen aus Abu Dhabi, Israel, Russland und Schweden in der ersten Runde des Auswahlverfahrens aus.
Mobi 63 hieß früher Mobtel und war 1994 von dem serbischen Magnaten Bogoljub Karic gegründet worden, der unter dem ehemaligen Staatschef Slobodan Milosevic ein Vermögen anhäufte. Im vergangenen Dezember entzog die Regierung in Belgrad Karic dann jedoch die Lizenz. Auslöser waren Vorwürfe, er habe in der serbischen Unruheprovinz Kosovo unsaubere Geschäfte gemacht. Die Firma mit schätzungsweise zwei Millionen Kunden steht seither unter der Kontrolle des Staatsunternehmens Telekom Srbija. Die übrigen 30 Prozent der Aktien hält die österreichische Investmentgruppe Holdenhurst.

(Hayo Lücke)

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