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Nicht nur Spielzeug: Google Glass punktet bei Ärzten und Sportlern

Die Datenbrille Google Glass stößt als Luxusgimmick für Privatnutzer auf Kritik - die Hemmschuhe sind Datenschutz und ihr klobiges Aussehen. In Berufszweigen vom Arzt bis zum Ingenieur hat sie vielleicht deutlich bessere Durchbruch-Chancen. Der Grund dafür auf der Hand - im wahrsten Sinne des Wortes.

13.04.2014, 16:01 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Google will seine Computer-Brille Glass verstärkt in Firmen unterbringen. Der Internet-Konzern startet dafür ein Programm, das Unternehmenskunden zusätzliche Dienste und Service-Leistungen bieten soll.

Internet-Zugriff in ungewöhnlicher Umgebung

Dabei sollten spezifische Probleme am Arbeitsplatz gelöst werden, sagte die für Geschäftsentwicklung zuständige Google-Managerin Kelly Liang der "New York Times" von Dienstag. Zugleich werde dies Glass auch für Verbraucher verbessern.

Bisher probierten unter anderem Ärzte, ein Spezialist für die Installation von Sonnenkollektoren und der Ölindustrie-Dienstleister Schlumberger Glass-Anwendungen aus, schrieb die Zeitung. Ein Vorteil der Google-Brille ist, dass man Informationen auf dem kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge ablesen kann, ohne dafür die Hände zu nutzen. Außerdem kann die Kamera des Geräts Bilder und Videos aufnehmen.

Google Glass muss oft draußen bleiben

Nicht zuletzt spielen Datenschutz-Bedenken eine untergeordnete Rolle bei professioneller Anwendung. Während Google Glass in manchen Bars nicht zugelassen sind, entdecken Berufszweige von Ärzten bis hin zu Sportlern die Möglichkeiten, schreibt das Blatt. Immerhin beinhalten 80 Prozent der üblichen Berufe kein Sitzen am Schreibtisch mit Bildschirm vor der Nase. In solchen Berufen könne Glass durchaus Chancen auf einen Durchbruch - weniger im Verbraucherbereich, den Google allerdings favorisiert wegen der größeren Umsatzchancen.

Ein Termin für den Marktstart von Google Glass wird immernoch nicht genannt. Der Konzern bereitet ihn aber ganz offensichtlich vor: Zuletzt schloss Google eine Partnerschaft mit dem weltgrößten Brillen-Hersteller Luxottica, um stilvollere Gestelle zu entwickeln. Bisher haben einige zehntausend Testnutzer in den USA die Datenbrille bekommen. Vor allem wegen der Mini-Kamera stößt Glass bei Datenschützern auf Bedenken.

(Dorothee Monreal)

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