News

Neuseeland: Telekom-Riese schädigte Wettbewerb

Das Unternehmen habe Konkurrenten zwischen 2001 und 2004 teils höhere Preise für die Nutzung seines Breitbandnetzes abverlangt als es seinen eigenen Kunden anbot.

14.10.2009, 08:21 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der dominante Telekom-Konzern Neuseelands hat Wettbewerber mit überhöhten Preisen für die Breitband-Nutzung geschädigt. So urteilte ein Gericht in Auckland am Mittwoch. Die Telecom Corporation of New Zealand, das nach Marktwert größte Unternehmen an der neuseeländischen Börse, muss mit einer Strafe von zehn Millionen neuseeländischen Dollar (knapp fünf Millionen Euro) rechnen.
Indirektes Schuldeingeständnis
Der 1990 privatisierte Telefon- und Internetanbieter habe gegen Bestimmungen verstoßen, die mächtigen Firmen wettbewerbsverzerrendes Verhalten verbieten. Das Unternehmen habe Konkurrenten zwischen 2001 und 2004 teils höhere Preise für die Nutzung seines Breitbandnetzes abverlangt als es seinen eigenen Kunden anbot. Absicht war nach Überzeugung der Richter, Mitbewerber aus dem Markt zu halten.
Das Unternehmen zeigte sich enttäuscht. Die angeprangerte Verhalten liege fünf Jahre zurück. Die Marktkonditionen seien heute völlig anders, sagte der Anwalt des Unternehmens, Tristan Gilbertson.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang