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Neukunden machen um E-Plus einen großen Bogen

Enttäuschende Neukundengewinnung im ersten Quartal 2005. Auch das operative Ergebnis bricht ein.

10.05.2005, 09:43 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Düsseldorfer Mobilfunker E-Plus hat gemessen am Neukundengeschäft einen schwachen Start in das neue Jahr erwischt. Konnten im letzten Quartal 2004 noch 440.000 neue Kunden im E-Plus-Netz begrüßt werden, waren es im ersten Quartal dieses Jahres nur enttäuschende 140.000. Eine ähnlich schwache Zahl legte in den vergangenen jahresabschnitten nur T-Mobile im letzten Quartal 2004 vor (120.000 Neukunden).
Jetzt 9,65 Millionen Kunden
Insgesamt telefonieren inzwischen 9,65 Millionen Kunden über E-Plus. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 1,2 Millionen beziehungsweise 14 Prozent. Über einen Laufzeitvertrag telefonieren derzeit 4,89 Millionen Kunden. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 51 Prozent des Gesamtkundenbestandes. Davon telefonieren 16 Prozent beziehungsweise 768.000 Kunden über einen "Festnetztarif", der Telefonate ab 3 Cent pro Minute erlaubt. Seinen Marktanteil konnte E-Plus im Jahresvergleich um 0,5 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent steigern.
Bei den Prepaidkunden hat E-Plus im ersten Quartal damit begonnen, die Kundenbasis zu bereinigen und Kundenverhältnisse mit inaktiven Prepaidnutzern auslaufen zu lassen. Das ist unter anderem die Konsequenz aus dem Weihnachtsgeschäft 2003, in dem sich viele Kunden ein günstiges Prepaidhandy gekauft haben, ein Teil dieser Kunden diese Handys aber nicht genutzt hat. Die Bereinigung der Prepaidkundenbasis hat dazu geführt, dass E-Plus im Vergleich zum Jahresende 2004 23.000 Prepaidkunden weniger vorweist.
Durchschnittlicher Monatsumsatz pro Kunde sinkt ab
Verluste musste E-Plus auch beim durchschnittlichen monatlichen Umsatz pro Kunde einstecken. Im Jahresvergleich sank dieser insgesamt von 21 auf 20 Euro. Während er bei Vertragskunden von durchschnittlich 37 Euro auf 34 Euro abrutschte, sank er bei Prepaidkunden von sieben auf sechs Euro.
Enttäuschend sich auch die Zahlen des operativen Ergebnisses zu bewerten. Während der Gesamtumsatz um neun Prozent auf 640 Millionen Euro zulegen konnte, brach das operative Ergebnis im ersten Quartal dieses Jahres um 24 Millionen Euro beziehungsweise 15 Prozent auf 135 Millionen Euro ein. Als Grund nennt E-Plus hier die gestiegenen Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten durch den stärker werdenden Verdrängungswettbewerb und die gesunkenen Terminierungsentgelte.

(Hayo Lücke)

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