Bitkom-Umfrage

Neujahrsgrüße per Videoanruf auf dem Vormarsch

Der Jahreswechsel steht kurz bevor: Millionen Menschen in Deutschland werden sich wieder Neujahrsgrüße ausrichten: Fast jeder Zweite nutzt Messenger wie WhatsApp. 70 Prozent wollen aber dieses Mal Neujahrsgrüße per Videocall übermitteln.

Jörg Schamberg, 30.12.2020, 14:00 Uhr
FeuerwerkIn diesem Jahr wird es vielerorts wohl kein Feuerwerk geben, Neujahrsgrüße werden dennoch verschickt.© farbkombinat / Fotolia.com

Der Silvesterabend 2020 dürfte in diesem Jahr deutlich ruhiger ausfallen: Bundesweit gibt es wegen der Corona-Pandemie ein Verkaufsverbot für Böller und Raketen, in etlichen Orten gibt es zudem ein Verbot für das Zünden von Feuerwerk. Auch große Silvester-Partys wird es in diesem Jahr nicht geben. Doch Neujahrsgrüße werden auch beim diesjährigen Jahreswechsel wieder zahlreiche Menschen in Deutschland versenden. Laut einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom wollen immer mehr Bundesbürger ihre Neujahrsgrüße per Videocall übermitteln.

Videotelefonie als neuer Kommunikationskanal

Demnach wollen 70 Prozent der Umfrageteilnehmer Videoanrufe per Zoom, Skype & Co. nutzen. Im Vorjahr hatten dies lediglich 20 Prozent geplant. Nach wie vor vorne liege allerdings der klassische Telefonanruf: 96 Prozent der Befragten wünschen per Telefon "Ein frohes neues Jahr". Das sind sogar acht Prozent mehr als im Vorjahr. "In diesem Jahr haben viele Menschen Videotelefonie als neuen Kommunikationskanal für sich entdeckt. Videoanrufe spielen mittlerweile eine ähnlich große Rolle wie herkömmliche Anrufe über das Telefon", sagt Dr. Sebastian Klöß, Referent für Consumer Technology beim Bitkom.

Fast die Hälfte nutzt Messengerdienste wie WhatsApp für Neujahrsgrüße

46 Prozent und somit fast jeder Zweite versende seine Neujahrsgrüße über Messengerdienste wie WhatsApp oder Telegram. Ganz klassisch halten es rund ein Drittel (34 Prozent) der Umfrageteilnehmer: Sie verschicken handschriftliche Grüße per Postkarte oder Brief. Etwas weniger (32 Prozent) wollen Neujahrsgrüße über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok versenden. Bei jüngeren Nutzern im Alter von 16 bis 29 Jahren liege der Anteil bei 46 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 39 Prozent sowie bei den 50- bis 64-Jährigen bei 35 Prozent. Unter den befragten Senioren ab 65 Jahren wollen lediglich 13 Prozent die sozialen Netzwerke für Neujahrsgrüße verwenden.

Weniger Neujahrsgrüße per E-Mail und SMS

Die Bedeutung der E-Mail nimmt für das Versenden von Neujahrsgrüßen weiter ab: Bei diesem Jahreswechsel wollen lediglich 18 Prozent entsprechende Mails versenden, im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Auch der Bedeutungsverlust der SMS hält an: Zum Start in das neue Jahr 2021 planen lediglich 19 Prozent das Versenden von Neujahrsgrüßen per SMS, das sind fünf Prozent weniger als noch 2019. Komplett auf das Verschicken von Neujahrsgrüßen verzichten wollen zwei Prozent der Bundesbürger.

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