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Neues Zentrum für Supercomputing

Die nationalen Höchstleistungs-Rechenzentren in Stuttgart, München und Jülich haben letzte Weichen für ihren Zusammenschluss zu Europas leistungsstärkstem Rechnerverbund gestellt.

21.03.2007, 12:08 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Die nationalen Höchstleistungs-Rechenzentren in Stuttgart, München und Jülich haben letzte Weichen für ihren Zusammenschluss zu Europas leistungsstärkstem Rechnerverbund gestellt. Nach Angaben des Forschungszentrums Jülich vom Mittwoch unterzeichneten die drei Rechenzentren eine Vereinbarung über eine künftige enge Zusammenarbeit im Rahmen des so genannten Gauss Centre for Supercomputing.
Enorme Rechenleistung
Die Partner stellen zusammen bereits heute mehr als 90 Teraflops Rechenleistung bereit - das entspricht der Leistung von bis zu 30.000 handelsüblichen PCs. Durch ihre strategische Allianz soll unter anderem die Position Deutschlands im Wettbewerb um die auf EU-Ebene geplanten europäischen Höchstleistungs-Rechenzentren gestärkt werden.
Bei den Verbund-Partnern handelte es sich das um das Höchstleistungs-Rechenzentrum Stuttgart (HLRS), das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München (LRZ) und das Forschungszentrum Jülich mit seinem John-von-Neumann-Institut für Computing (NIC). Durch den Zusammenschluss, der im Mai in Berlin endgültig besiegelt wird, sollen die computergestützten Wissenschaften in Deutschland und Europa mit ausreichender Rechenzeit versorgt werden.
Neue Software-Projekte
Im Zuge ihrer Vernetzung wollen die Partner künftig die Beschaffung von Hardware enger koordinieren, Rechenzeitanträge einheitlich wissenschaftlich begutachten und gemeinsam Software-Projekte entwickeln. Ein Schwerpunkt soll auf Ausbildung und Schulung gelegt werden. Abgestimmte Angebote und gemeinsame Tagungen für Simulationstechniken sollen die Fachwissenschaftler in ihrer Arbeit unterstützen und ihre Forschung beschleunigen. Die Initiative zur Gründung des Verbundes war Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) ausgegangen; ihr Ministerium fördert die Kooperation mit 30 Millionen Euro.

(Hayo Lücke)

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