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Neues Fujitsu-Rechenzentrun verbindet Rechen- und Speicherresourcen per Glasfaser

Im Rahmen des Fujitsu Forum 2013 in München hat der japanische Hardware-Entwickler Fujitsu erstmals sein "Rechenzentrum der Zukunft" außerhalb eines Labors gezeigt – als voll funktionierender Proof of Concept.

11.11.2013, 09:01 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Im Rahmen des Fujitsu Forum 2013 in München hat der japanische Hardware-Entwickler Fujitsu erstmals sein "Rechenzentrum der Zukunft" außerhalb eines Labors gezeigt – als voll funktionierender Proof of Concept. Dabei sind Rechen- und Speicherressourcen getrennt (Disaggregation) und per Photonik miteinander verbunden. Dies soll die Rechenzentren schneller und günstiger machen.

Komponenten per Glasfaser verbunden

In den kommenden drei Jahren wird sich der weltweit über Rechenzentren abgewickelte Datenverkehr nach Einschätzung von Fujitsu vervierfachen. Die heutige Netzwerktechnik verursache aber schon jetzt Engpässe zwischen den drei wichtigsten Komponenten in Rechenzentren: Servern, Speicher-Systemen und dem Netzwerk.

Durch den Einsatz, der zusammen mit Intel entwickelten Technik, Silizium-basierte Photonik (Silicon Photonics) wird die Datendurchsatzrate enorm gesteigert. Statt Daten als elektrische Impulse zu übertragen, werden sie in Form von Photonen via Glasfaserkabel gesendet – also mit Lichtgeschwindigkeit. Glasfaserkabel mit acht Strängen können Daten mit bis zu 1,6 Tbit/s (Terabits pro Sekunde) senden – genug, um eine 1-TB-Festplatte in nur fünf Sekunden mit Daten zu füllen.

Einfache Upgrades sparen Kosten

Im Gegensatz zu Systemen mit Ethernet-Kabeln aus Kupfer können die Daten mit der neuen Technik außerdem über weitaus größere Distanzen (bis zu 300 Meter) übertragen werden. So müssen wärmeerzeugende Komponenten wie Server-Prozessoren, für die eine teure Klimatisierung erforderlich ist, zukünftig nicht mehr mit passiven Storage-Arrays im selben Raum untergebracht werden.

Bei Prozessor- oder Netzwerk-Upgrades wird es zudem in Zukunft einfacher sein, einzelne Komponenten bedarfsgerecht zu erneuern, anstatt sie komplett auszutauschen. Das Systemdesign der neuen Rechenzentren hilft also auch, Kosten zu sparen.

(Peter Giesecke)

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