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Neuer Streit um VDSL-Netz entbrannt

Das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom sorgt weiter für Zündstoff. Ein Rechtsanwalt aus Salzburg wirft dem ehemaligen Monopolisten vor, bewusst auf ein zu teures Verfahren bei der VDSL-Einrichtung zu setzen.

30.04.2007, 12:16 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Das VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom sorgt weiter für Zündstoff. Diesmal ist die Auftragsvergabe in die Kritik geraten. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" soll die Deutsche Telekom ein zu teures Verfahren bei der Verlegung des Glasfasernetzes einsetzen.
Kabel-X macht's günstiger
Eine deutlich günstigere Methode bietet nach Ansicht des Salzburger Rechtsanwalts Stefan Vargha das Wiener Unternehmen Kabel-X an. Das europaweit patentierte Verfahren trägt nicht nur zur deutlichen Kostensenkung bei, sondern erspart auch aufwändige Erdarbeiten. Dabei geht es darum, in den vorhandenen Telefonleitungen Kupfer durch Glasfaser zu ersetzen. Die Deutsche Telekom habe das Verfahren selbst zertifiziert, verzichte aber bewusst auf den Einsatz.
Vargha wirft dem ehemaligen Monopolisten vor, sich bewusst für eine teurere Lösung entschieden zu haben, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und Mitbewerber vom VDSL-Netz fernzuhalten. Er vertritt die Interessen des Patentteilhabers Norman Bardsley.
Für den Aufbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes rechnet die Telekom nach eigenen Angaben mit Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro. Der Regulierer hatte erst Anfang April damit gedroht, eine Öffnung des VDSL-Netzes für Mitbewerber notfalls zu erzwingen.

(Stefan Hagedorn)

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