News

Neuer Streit um Bundesligarechte

Auf Initiative des BREKO wurde jetzt das Bundeskartellamt angerufen, da die Telekom ihre Konkurrenten in Sachen Internet-Rechten ausbremsen wolle.

13.06.2006, 14:03 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Kaum haben sich alle Beteiligten auf einen Kompromiss in Sachen Bundesliga-Übertragungen geeinigt, droht schon wieder neues Ungemach. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, werfen Konkurrenten der Deutschen Telekom Wettbewerbsblockade vor. Der künftige Hauptsponsor der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga habe dafür gesorgt, eine Einigung zu Lasten Dritter zu erwirken. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) habe sich aus diesem Grund mit einem Brief an das Kartellamt gewandt.
Einigung stößt auf Unverständnis
Offensichtlich ist einigen Telekom-Wettbewerbern die zwischen Telekom, arena und Deutscher Fußball Liga (DFL) erzielte Einigung nicht Recht. Sie sieht vor, dass die Telekom auf die Verbreitung ihrer Internet-Rechte per Kabel und Satellit verzichtet. Im Gegenzug hat sich der neuen Pay-TV-Sender arena bereiterklärt, seinerseits auf den Weiterverkauf der eigenen Web-Rechte an Dritte abzusehen. Das heißt, Telekom-Konkurrenten wie AOL, Hansenet oder Arcor werden die Fußball Bundesliga nicht per Internet-Stream übertragen können.
Nach FTD-Angaben heißt es in dem BREKO-Brief, die Telekom habe versucht, "in missbräuchlicher Weise andere Telekommunikationsunternehmen vom Zugang zu attraktiven Bundesligainhalten fern zu halten um hierdurch ihre marktbeherrschende Stellung auf dem Anschlussmarkt zu verstärken". Das Kartellamt wolle die Anschuldigungen nun untersuchen. Die Behörde wolle den Vorgang wegen des baldigen Stars der Bundesliga am 11. August zügig vorantreiben.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang