News

Neuer Millitär-Satellit fliegt durch's All

Frankreich hat den NATO-Satelliten Syracuse 3B ins All geschickt. Er soll auch von Deutschland genutzt werden können.

12.08.2006, 10:00 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Frankreich hat den NATO-Satelliten Syracuse 3B ins All geschickt. Europas stärkste Trägerrakete, eine Zehn-Tonnen-Ariane, setzte den Militärsatelliten in der Nacht zum Samstag knapp 33 Minuten nach dem Start vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus.
Auch für Deutschland
Syracuse 3B soll Frankreichs Armee bei Einsätzen in der ganzen Welt über neun Superhochfrequenz (SHF)-Kanäle und sechs Extremhochfrequenz (EHF)-Kanäle abhörsichere und gegen Störsender geschützte Kommunikation bieten. Nach französischen Angaben sollen auch die NATO sowie die Partner Deutschland und Belgien den Satelliten nutzen. Mit Syracuse 3B wurde auch der japanische Telekom-Satellit JCSAT-10 ins All gebracht.
Syracuse 3B mit einem Startgewicht von 3,75 Tonnen ist der zweite Satellit des Syracuse-III-Systems; sein Zwillings-Satellit Syracuse 3A ist bereits seit Oktober 2005 im All. Der 4,05 Tonnen schwere JCSAT-10 soll kommerzielle Telekom-Dienstleistungen für Japan, den Asien-Pzifik und Hawaii bieten.
Derartige Doppelpack-Starts sind eine Spezialität der Ariane 5, die in ihrer stärksten Version Ariane 5 ECA Lasten bis zu zehn Tonnen mit einem Mal befördern kann.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang