Mehr Privatsphäre

Neuer Firefox 67.0 verhindert digitalen Fingerabdruck

Die neue Firefox-Version, die ab sofort verfügbar ist, bringt einen Schutz vor Kryptomining und Fingerprinting mit und sorgt so für mehr Privatsphäre. Was genau ist das und was kann der neue Firefox 67.0 noch?

Firefox Logo© Mozilla Foundation

Berlin - Mozilla hat seinen Browser Firefox mit neuen Privatsphäre-Funktionen ausgestattet. Nutzer können in der ab sofort verfügbaren Version 67.0 sogenanntes Fingerprinting und Kryptomining blockieren. Das teilte Mozilla in einem Blogeintrag mit.

Die neuen Optionen finden sich in den Einstellungen unter dem Punkt "Datenschutz & Sicherheit". Dort lassen sich unter "Seitenelemente blockieren" im Reiter "Benutzerdefiniert" Währungsberechner (Cryptominer) und Identifizierer (Fingerprinter) sperren.

Was sind Fingerprinting und Kryptomining?

Fingerprinting ist eine besonders ausgefeilte Art des Trackings. Vereinfacht gesagt, wird ein digitaler Fingerabdruck erstellt, mit dem Nutzer im Internet identifizierbar sind. So könnten Dritte etwa das Surfverhalten analysieren, ohne das man das möchte. Skripte zum Fingerprinting sind unsichtbar in viele Webseiten eingebettet, heißt es im Support-Bereich von Mozilla. Den Fingerabdruck erstellen diese durch ein Abbild der Computer-Konfiguration. Damit werde man im Netz verfolgbar, selbst wenn man seine Cookies immer lösche.

Kryptomining wiederum ist ein Prozess, bei dem die Leistung des eigenen Computers angezapft wird, um sogenannte Kryptowährungen zu erzeugen. Das verlangsamt den Rechner.

Was kann der neue Browser sonst noch?

In der neuen Firefox-Version lassen sich künftig im Privaten Modus Passwörter speichern. Nutzer können hier nun auch entscheiden, welche Erweiterungen (Add-ons) sie aktivieren oder deaktivieren wollen. Dies fragt der Browser bei der Installation eines neuen Add-ons jedes Mal ab. Standardmäßig sind Add-ons im Privaten Modus deaktiviert.

Webseiten soll das neue Firefox schneller laden, indem bestimmte Skripte Vorrang bekommen, wie Mozilla erklärt. Lange nicht genutzte Tabs sollen auf eine Art "Stand-by" gestellt werden, wenn der Browser erkennt, dass der Arbeitsspeicher des Rechners zu stark ausgelastet ist. Das soll die Leistung verbessern.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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