CeBIT

Neuer Erpressungs-Trojaner Popcorn macht Opfer zu Komplizen

Die Gefahr durch Erpressungs-Software (Ransomware) wächst. Auf der CeBIT warnte der Internet-Sicherheitsexperte Mikko Hypponen nun vor "Popcorn": Statt Lösegeld zu zahlen, sollen Opfer selbst andere Systeme infizieren.

Jörg Schamberg, 22.03.2017, 13:45 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop-Probleme© Ana Blazik Pavlovic / Fotolia.com

Hannover - Internet-Kriminelle werden nach Erkenntnissen des Internet-Sicherheitsexperten Mikko Hypponen immer kreativer bei der Entwicklung sogenannter Erpressungs-Software ("ransomware"). Bei der jüngsten Trojaner-Version namens Popcorn müsse das Opfer kein Lösegeld mehr zahlen, wenn es sich stattdessen zum Komplizen macht. "Wer keine 1.200 Euro Lösegeld zahlen kann, erhält seine Daten umsonst zurück - sofern er zwei bis drei andere Internet-Nutzer infiziert", sagte Hypponen am Mittwoch auf der IT-Messe CeBIT in Hannover.

Vernetzte Haushaltsgeräte als Risikofaktor

Ein neues Einfalltor für Internet-Gauner entstehe durch die flächendeckende Vernetzung elektronischer Haushaltsgeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen. Sie seien geeignet, ihre Nutzer auszuspionieren. Die Angreifer seien mitunter aber relativ einfach zu identifizieren, da sie mit ihren Beutezügen und den vom Erlös gekauften Luxusgütern im Internet angeben würden.

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