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Neue Top Level Domain: "Sunrise" bei .saarland bis 15. September

Nicht nur mit Dibbelabbes und Saarstahl, sondern auch mit einer eigenen Top Level Domain kann die Saar-Region bald aufwarten. Die "Sunrise"-Phase dauert noch bis 15. September - doch wer seine Domain pfiffig "verkauft", kommt auch ohne Marke als "Gründer" bevorzugt zur Lieblings-Domain. Das Ende der "Gründerzeit"-Phase ist aber nah.

13.08.2014, 18:44 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Goldgräberstimmung im Internet: Die neuen Top Level Domains (TLD) bieten Wirtschaftsvorteile im "globalen Dorf" wie nie zuvor. Vor allem die regionalen Geo-Domains wie ".berlin", ".koeln" und ".ruhr" bieten auch mittelständischen Unternehmen, Handwerksbetrieben und natürlich touristisch orientierten Dienstleistern gute Möglichkeiten, der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein – denn eine Webadresse, die sich Kunden leicht merken können, kann Gold wert sein.

"Gründer" ist, wer der Geo-Domain nützt

Gleiches gilt für die TLD ".saarland": Nicht nur regional, sondern auch mental zwischen Deutschland und Frankreich gelegen, bietet die Region sowohl wirtschaftliche als auch touristische Reize. Die Geo-TLD ist derzeit in der Launch-Phase. Nicht nur Sunrise-Aspiranten sind jetzt am Zug, sondern auch Pioniere der "Gründerzeit" auf saarländische Art: Das sogenannte Gründerprogramm endet bereits am 18. August und erlaubt kommerziellen und gemeinnützigen Initiativen eine bevorzugte Zuteilung ihrer ".saarland"-Domain.

Bedingung: Der Domainname muss den Namensraum ".saarland" bereichern und Werbemaßnahmen sollten die Domain-Nutzung flankieren. Zur Teilnahme am "Gründerprogramm" muss der Bewerber ein Konzept einreichen, das seine Berechtigung zur bevorzugten Zuteilung begründet.

Markeninhaber, die lieber auf die sogenannte Sunrise-Phase setzen, können sich etwas mehr Zeit lassen, um den Fuß in die Tür zur Produkt-Domain mit regionalem Touch zu setzen. Der "Sonnenaufgang" dauert noch bis 15. September. Interessenten müssen wie immer zunächst ihre Marke beim Trade Mark Clearinghouse anmelden. Zum Nulltarif ist das allerdings nicht möglich: Eine Meldung in der Sunrise Phase kostet in der Regel über hundert Euro.

Neben Markeninhabern können sich behördlich registrierte Unternehmen, Vereine und Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts um ihre Wunschdomain bewerben (Sunrise B Phase). Registriert wird die Domain für mindestens zwei Jahre, die Registrierungsfrist beträgt 60 Tage, heißt es auf der regionalen Network Information Centre Webseite, nic.saarland.

".saarland" für alle ab 30. Oktober

Vom 23. September bis 22. Oktober lockt die Landrush-Phase, bevor ".saarland" ab 30. Oktober für alle verfügbar sein wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einer Web-Adresse "mueller.saarland" nehmen Saarländer einen Handwerker oder Dienstleister als Nachbarn wahr, während der Betreiber von "www.mueller.com" sowohl in Rom als auch in Melbourne ansässig sein könnte.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich möglicherweise aus dem Algorithmus von Suchmaschinen wie Google und Co: "Bei Anfragen in Saarland zu lokalen Themen werden gute Webseiten mit Saarland-Domains vor Webseiten mit De-Domains liegen", prophezeit Hans-Peter Oswald vom Registrar domainregistry. de. "Dies gibt Inhabern von Saarland-Domains einen klaren Wettbewerbsvorteil."

Interessant ist eine ".saarland"-Domain demnach für regionale Unternehmen und Behörden mit regionalem Schwerpunkt oder großem Marktanteil in der Region. Und nicht zuletzt auch einfach für den Saarländer von nebenan, der Spezialitäten wie "Dibbelabbes" und die Reize der Region rund um die Saarschleife durch Blogs und Bildergalerien in die Welt hinaus tragen möchte. Interessenten können ihre Wunschdomain bei einem akkreditierten Registrar und deren Wiederverkäufer beziehen.

(Dorothee Monreal)

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