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Neue Spotify-App läuft nicht auf alten Geräten

Nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke hatte der Musik-Streamingdienst Spotify ein Update seiner Android-App angekündigt. Daraus ist jetzt die komplett neue Anwendung Spotify Music geworden, die nicht nur die Lücke schließt, sondern auch viele ältere Smartphones ausschließt.

30.05.2014, 10:56 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke hatte der Musik-Streamingdienst Spotify ein Update seiner Android-App angekündigt. Daraus ist jetzt eine komplett neue Anwendung geworden, die nicht nur die Lücke schließt, sondern auch viele ältere Smartphones ausschließt – und damit zahlende Kunden.

Kein Update, sondern eine neue App

Spotify sei nicht generell kompromittiert gewesen, hieß es vor wenigen Tagen, lediglich in einem Fall wurde wohl auf ein Nutzerkonto zugegriffen. Dabei sollen weder Passwörter noch Zahlungsinformationen gestohlen worden sein. Für andere Nutzer hätte kein erhöhtes Risiko bestanden.

Geschlossen werden sollte die Sicherheitslücke mit einer neuen Android-App. Doch dabei handelt es sich nicht um ein Update, sondern um eine völlig neue Anwendung, die jetzt nicht mehr "Spotify", sondern "Spotify Music" heißt. Vor diesem Hintergrund lässt sich nun auch Spotifys Ankündigung verstehen, dass die Nutzer ihre Zugangsdaten neu eingeben und ihre Offline-Playlisten neu herunterladen müssten.

Alte ARM-Prozessoren lassen Spotify verstummen

Die Überraschung kam in einigen Fällen aber mit einer Fehlermeldung: "Your device isn't compatible with this version." Mit anderen Worten: Das Gerät ist zu alt. Hinter dieser Formulierung verbirgt sich aber nicht wie so oft eine alte Androidversion, sondern tatsächlich veraltete Hardware. Die App "Spotify Music" läuft nur noch auf Smartphones mit aktuellen ARM7-Prozessoren. Laut einem Moderator im Spotify-Forum werden CPU-Kerne, die auf der ARM5- oder ARM6-Architektur basieren, nicht mehr unterstützt.

Somit lassen sich unter anderem folgende Smartphones nicht mehr mit Spotify nutzen: die Samsung-Modelle Galaxy Ace, Galaxy Mini, Galaxy Y und Galaxy Y Pro Duos, die Sony-Ericsson-Geräte Xperia X1, Xperia X2, Xperia X8 und Xperia Z10 mini, das LG Optimus One, das HTC Wildfire S sowie das ZTE Blade. Aber das ist bloß eine Auswahl.

Unklar ist nun, ob diese weitreichenden Veränderungen tatsächlich mit der behaupteten Sicherheitslücke in Verbindung stehen.

(Peter Giesecke)

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