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Neue Sky-Aktien? Nein danke!

Sky hat viele seiner neuen Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben wurden, nicht an den Mann bringen können. Eine Privatplatzierung soll nun helfen.

28.09.2010, 14:10 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Das hatten sich die Macher von Sky sicherlich auch anders vorgestellt. Bei der anvisierten Kapitalerhöhung konnte der Münchner Pay-TV-Sender viele seiner neuen Aktien, die zu einem Preis von 1,05 Euro angeboten wurden, nicht an den Mann bringen. Bisher seien 60,9 Prozent der neuen Aktien, rund 58 Millionen Stück, bei Anlegern platziert worden, teilte Sky am Dienstag mit.

Institutionelle Investoren sollen helfen

Die nicht bezogenen Aktien, maximal rund 105 Millionen Stück, sollen nun im Rahmen einer Privatplatzierung institutionellen Investoren angeboten werden. Rund 106 Millionen neue Aktien wird die News Adelaide Holdings, eine Tochtergesellschaft der News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch, erwerben.

Jede neue Aktie, die im Rahmen der Privatplatzierung ausgegeben wird, erhöht die Anzahl der von News Adelaide Holdings zu beziehenden Aktien, um ihren Anteil am Grundkapital der Sky Deutschland AG nach Beendigung der Kapitalerhöhung auf 49.9 Prozent zu erhöhen. Die endgültige Anzahl der neuen platzierten Aktien wird nach Beendigung der Privatplatzierung bestimmt. Eine Mehrheit an der deutschen Tochter will die News Corporation nicht übernehmen. Derzeit besitzt sie 45,42 Prozent des Sky-Grundkapitals.

Im Zuge der Kapitalerhöhung will Sky Deutschland das Grundkapital um bis zu 269,58 Millionen Euro auf maximal 808,74 Millionen Euro erhöhen. Der Kurs der Sky-Aktie war in den zurückliegenden Monaten immer weiter in Richtung der 1-Euro-Grenze und teilweise auch darunter gefallen. Am Mittag notierte das Papier bei 1,04 Euro.

Sky hat zu wenig Kunden

Sky Deutschland hatte die zurückliegenden Quartale immer wieder mit hohen Verlusten abgeschlossen. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurde ein Verlust in Höhe von 82 Millionen Euro verzeichnet. Hauptproblem: die Kundenzahl stagniert bei knapp 2,5 Millionen, was aufgrund der hohen Kosten für Film- und Bundesliga-Rechte nicht ausreicht, um Gewinne einzufahren. Dafür werden nach Einschätzung von Experten mindestens 2,8 bis 3 Millionen Kunden benötigt. Mit HD- und 3D-Inhalten soll dieses Ziel möglichst schnell erreicht werden.

(Hayo Lücke)

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