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Neue Prozessorgeneration von AMD

Zwei neue Prozessoren für AMDs neuen Sockel AM2 stellte der Hersteller heute in Sunnyvale vor. Die beiden Modelle sollen den High-End-Kunden mit stromsparender Double-Core-Power überzeugen.

23.05.2006, 16:28 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Intelkonkurrent AMD hat heute zwei neue Prozessoren für den AM2-Sockel vorgestellt. Der Athlon 64 FX-62 bildet dabei das neue Flaggschiff des kalifornischen Prozessor-Herstellers. Der Athlon 64 X2 5000+ nimmt im Desktopbereich der Energiesparer den ersten Platz ein.
Volle Kraft voraus
Der Athlon 64 FX-62 ist der direkte Nachfolger des FX-60. Auch AMD setzt mit seiner neuesten Prozessorgeneration endlich auf DDR2-Speicher. Der Grund für den vergleichsweise späten Umstieg auf den neuen Speicher kommentierte AMD nie offiziell. Gerüchten zu Folge habe AMD jedoch abgewartet, bis sie durch einen optimierten Speichercontroller das volle Potenzial von DDR2-Speicher ausschöpfen konnten.
Der "Windsor"-Kern des neuen Klassenprimus taktet mit zweimal 2,8 Gigahertz. Jedem Kern stehen dabei ein Megabyte Level2-Cache zur Verfügung. Auf dem in 90-Nanometer-Technik gefertigten Chip befinden sich knapp 230 Millionen Transistoren. Die hohen Taktraten und die fehlenden Energiesparmaßnahmen zwingen die CPU trotz Cool'N'Quiet-Technologie zu einer Leistungsaufnahme von 125 Watt. Der Preis des Flaggschiffs liegt im Internet derzeit bei etwa 1200 Euro.
Strom sparen mit 'X2'
Schon Mitte des Monats veröffentlichte AMD die ersten Modelle für den neuen Sockel und zeigte, dass Leistung nicht unbedingt aus Leistung resultiert. Die neuen X2-Modelle sind allesamt mit stromsparender Technik ausgestattet und sollen bis zu 37 Prozent effizienter sein, als Standard-Prozessoren. Der neue Athlon 64 X2 5000+ kommt allerdings nicht mit ganz so wenig Verbrauch aus. Der 2,6-Gigahertz-Prozessor nimmt im Betrieb 89 Watt Leistung auf.
Im Gegensatz zum FX-62 sind beim X2 5000+ nur 512 Kilobyte Level2-Cache pro Prozessor vorgesehen. Auch die Anzahl der Transistoren fällt mit knapp 154 Millionen deutlich geringer aus. Cool'n'Quiet, sowei 3DNow!- und SSE3-Unterstützung stehen aber auch hier auf der Verpackung. Zwischen 650 und 800 Euro zahlt der AMD-Enthusiast derzeit im Internet für einen X2 5000+.

(Philip Meyer-Bothling)

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