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Neue Pläne zu künftigen Roaming-Preisen

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" will die EU im Großkundengeschäft Flexibilität einräumen, um anfallende Kosten zu decken, gleichzeitig aber den Wettbewerb zu ermöglichen.

13.06.2006, 09:34 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

In den Streit um die Regulierung der Roaming-Tarife der europäischen Mobilfunk-Netzbetreiber kommt Bewegung. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) sollen von der Europäischen Kommission im Juli neue Vorschläge vorgelegt werden. Demnach soll den Mobilfunkern Flexibilität eingeräumt werden.
Neue Obergrenze
Nach FTD-Informationen sieht der Kommissionsvorschlag für eine entsprechende Verordnung eine im Großkundengeschäft eine Obergrenze der Tarife vor. Sie soll es den Betreibern ermöglichen, ihre Kosten zu decken und gleichzeitig sicherstellen, dass noch Wettbewerb möglich ist.
Noch Änderungen möglich
Aktuelle Pläne sehen vor, dass die Kommission alle 18 Monate auf Basis der nationalen Terminierungsentgelte einen EU-Durchschnitt errechnet. Diese Entgelte werden fällig, wenn ein Anruf in ein anderes Netz geleitet und durchgestellt wird. Von Großkunden sollen die Anbieter für Lokalgespräche höchstens das Doppelte dieses Durchschnitts fordern dürfen, für internationale Gespräche das Dreifache. Bei Privatkunden sollen die Anbieter auf das jeweilige Entgelt 30 Prozent aufschlagen dürfen. Änderungen an diesen Details sind allerdings noch möglich.
Die Mobilfunker sehen das Vorhaben der EU Kommission überhaupt nicht gern, da sie Einnahmeverluste befürchten. Sie haben im Vorfeld zum Teil massive Preissenkungen bei Roaming-Gesprächen angekündigt, um eine Regulierung zu vermeiden. Der EU gehen diese Senkungen aber noch nicht weit genug. Sie beharrt auf einer schnellen Regulierung des Marktes.

(Hayo Lücke)

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