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Neue LG-Handys mit Infineon-Chips

Deutscher Halbleiterkonzern sichert sich einen Großauftrag für den südkoreanischen Handybauer. EDGE-Handys sollen es richten.

18.07.2006, 09:00 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Halbleiterriese Infineon hat sich einen neuen Großauftrag sichern können. Wie der Konzern bekannt gab, kauft der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics bei den Deutschen die Chips plus Software für eine neue Gerneation an EDGE-Handys. Bei EDGE handelt es sich um einen Datenbeschleuniger des GPRS-Standards. In Deutschland unterstützt bisher aber nur das Netz von T-Mobile die Datentechnik.
LG setzt auf EDGE
Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, habe Infineon den Wettbewerber Texas Instruments bei dem Auftrag ausgebootet. Nähere Angaben zum Auftragsvolumen wurden nicht bekannt. Es hänge vom Erfolg der LG-Mobilfunksparte ab. Wie es heißt, sollen LG-Handys in Zukunft zunehmend mit EDGE-Technik ausgestattet sein, um den Marktanteil von zuletzt knapp sieben Prozent steigern zu können.
Das Infineon-Geschäft mit Chips für die Telekommunikationsindustrie war nach den anhaltenden Marktanteilsverlusten der einstigen Siemens-Handysparte, die vom taiwanesischen BenQ-Konzern übernommen wurde, stark unter Druck geraten. Infineon hatte angekündigt, sich verstärkt nach anderen Großkunden vor allem im asiatischen Raum umzusehen, um die Abhängigkeit von BenQ Mobile zu reduzieren. Bereits in der vergangenen Woche hatte Infineon bekannt gegeben, künftig auch den chinesischen Handybauer Ningbo Bird zu beliefern.

(Hayo Lücke)

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