Unterschriftenaktion

Neue Initiative fordert 5G-Mobilfunk auch auf dem Land

Der CDU-Politiker Axel Knoerig will mit einer Unterschriftenaktion den Druck auf die Bundesnetzagentur erhöhen. Die Vergabe der Frequenzen für den Mobilfunkstandard 5G soll an strenge Auflagen geknüpft werden.

Marcel Petritz, 26.10.2018, 10:45 Uhr (Quelle: DPA)
Land© cmfotoworks / Fotolia.com

Berlin - Abgeordnete der Unionsfraktion befürchten, dass ländliche Regionen bei der Frequenzvergabe für die neue Mobilfunkgeneration 5G vernachlässigt werden. In einer Initiative fordern sie Fraktionschef Ralph Brinkhaus nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur deshalb auf, sich für eine flächendeckende 5G-Versorgung und damit gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen und urbanen Raum einzusetzen. Das sei auch Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands, heißt es in dem Papier.

Bislang 25 Unterschriften

Initiiert wurde die Aktion von den Abgeordneten Axel Knoerig, Peter Bleser, Astrid Grotelüschen, Carsten Müller und Stefan Rouenhoff. Nach Informationen der dpa haben bereits mehr als 25 Mitglieder der Fraktion unterschrieben.

Die Auktion zur Vergabe der 5G-Frequenzen ist für 2019 geplant. Die Bundesnetzagentur will Mobilfunkanbieter bisher nur verpflichten, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte mit schnellem Netz, also 100 Megabit pro Sekunde im Download, zu versorgen.

Provider: Hundertprozentige Flächenabdeckung technisch nicht notwendig

Verbraucherschützer befürchten auch weiterhin Funklöcher in ländlichen Regionen und fordern ebenfalls flächendeckend schnelle Verbindungen. Mobilfunkbetreiber wie die Deutsche Telekom und Vodafone dagegen verweisen stets darauf, dass eine hundertprozentige Flächenabdeckung technisch nicht notwendig und betriebswirtschaftlich nicht vertretbar sei. Die Telekom hat sich aber verpflichtet, bis 2025 90 Prozent der Fläche Deutschlands abzudecken.

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