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Neue Gerüchte um das Google Telefon

Dass der Suchmaschinen-Riese Pläne hegt, in den Mobilfunk einzusteigen, ist schon länger im Gespräch. Medien berichten nun neue Einzelheiten, die Licht ins Dunkle bringen sollen.

08.10.2007, 16:07 Uhr
Google© Google

Das GPhone oder auch der iPhone-Killer – kaum tauchten die ersten Gerüchte ums Google-Handy auf, schon hatten die Medien passende Namen und dazu gehörige Spekulationen bereit. Nun schüttet die "New York Times" in einem aktuellen Bericht neues Öl auf die flammende Diskussion rund um die Mobilfunk-Ambitionen des Suchmaschinen-Riesen. Der US-Zeitung zufolge arbeitet Google nicht an einem eigenen Telefon, sondern vielmehr an einer Software, die das Unternehmen Mobilfunk-Providern und Handy-Herstellern anbieten will. Damit würde Google dann nicht Apples iPhone ins Visier nehmen, sondern Microsofts Windows Mobile Konkurrenz machen.
Mobiles Open-Source-Betriebssystem?
Der "New York Times" zufolge haben gut unterrichtete Kreise durchblicken lassen, dass Google in den vergangenen zwei Jahren insgeheim an der Entwicklung eines Betriebssystems für Handys gefeilt hat, das auf der Google Software basiert. Damit wolle der Suchmaschinen-Riese seine Marktdominanz in Sachen Online-Werbung ins mobile Web übertragen und die Internet-Werbung aufs Handy-Display bringen. Von Führungskräften, die mit dem Google-Projekt vertraut sind, will die Zeitung darüber hinaus erfahren haben, dass es sich wohl um ein Betriebssystem auf Basis der Open-Source-Software Linux handeln soll. Folglich werde Google auch keine Lizenzgebühren für die Anwendung verlangen, was einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Microsoft-Lösung wäre.
Google hüllt sich in Schweigen
Denkbar sei beispielsweise, dass die Kosten für die Mobiltelefone teilweise durch Werbung subventioniert werden, die dank dem Google Betriebssystem auf dem Handy-Display eingeblendet wird. Auch gehen Branchenexperten der New York Times zufolge davon aus, dass Google andere mobile Applikationen entwickeln wird, die weit über Anwendungen, wie die mobile Suche oder Kartensoftware, hinaus gehen. So könnte auch ein Google-eigener Webbrowser dazu gehören, der auf Mobiltelefonen läuft. Der Suchmaschinen-Riese selbst schweigt zu den Spekulationen. Einen Fingerzeig gab lediglich Vorstandsvorsitzender Eric E. Schmidt, indem er verschiedene Male darauf hinwies, dass der Mobilfunkmarkt für Google große Wachstumschancen bieten würde. In einem Interview deutete er an, dass sein Unternehmen bereits große Investitionen im Bereich der Mobiltelefone und mobilen Applikationen getätigt habe.

(Aleksandra Leon)

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