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Neue Frequenzen für deutschen Mobilfunkmarkt

Militärische Nutzung der E-GSM-Bänder wird eingestellt. Kommerzieller Nutzung steht somit nichts mehr im Wege.

15.04.2005, 11:46 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Die deutschen Mobilfunkanbieter können sich auf neue Frequenzbereiche freuen. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post heute in Bonn mitteilte, konnte nach Verhandlungen mit dem Verteidigungsministerium erreicht werden, das künftig auf die militärische Nutzung der Erweiterungsbänder im GSM-Bereich (E-GSM-Bänder) verzichtet wird. Dadurch werden zwei Spektren im Bereich von 880-890 MHz und 925-935 MHz frei für die kommerzielle Nutzung.
"Wir sind in der Lage, trotz der vorhandenen guten Versorgung des Mobilfunks mit Frequenzen zusätzlich 10 MHz für GSM zu mobilisieren. Damit werden wir den kommerziellen Bedürfnissen des Mobilfunks, aber auch den wachsenden Kundenbedürfnissen und der nach wie vor steigenden Nachfrage gerecht. Nicht nur bei UMTS, sondern auch im GSM-Bereich gibt es nach wie vor erhebliche Investitionen und der Netzausbau ist noch nicht abgeschlossen", so Matthias Kurth, Präsident der RegTP. Insbesondere für den GSM-Netzausbau in ländlichen Regionen sind die zusätzlichen Frequenzen in seinen Augen von großer Bedeutung.
Auch UMTS wird nochmal Thema
Noch in diesem Jahr soll nach Vorstellungen der Bonner Behörde darüber entschieden werden, wer die E-GSM-Bänder ab wann nutzen darf. Auch das Thema UMTS soll neu aufgerollt werden: Aufgrund der Rückgabe der UMTS-Frequenzen durch mobilcom Ende 2003 und des Nichtaufbaus eines UMTS-Netzes durch Quam sollet interessierte Kreise zur künftigen Nutzung der Frequenzen im so genannten UMTS-Kernband (1.900 – 2.170 MHz) angehört werden. Zu gut Deutsch: Wer an den von Quam und mobilcom nicht genutzten UMTS-Frequenzen Interesse hat, soll diese nach vertraglicher Übereinkunft mit der RegTP nutzen können.
Gleichzeitig soll auch die künftige Nutzbarkeit des. UMTS-Erweiterungsbandes (2500 – 2690 MHz) zum Gegenstand der Anhörung gemacht werden. "Die. UMTS-Erweiterungsbänder sollen nach Stand internationaler Harmonisierung zum 1. Januar 2008 für UMTS-Mobilfunk genutzt werden können. Es sind daher erste Szenarien zu Vergabemöglichkeiten weiterer UMTS-Frequenzen zu entwickeln“, erklärte Kurth.

(Hayo Lücke)

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