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Neue Feldtests: Bald T-DSL für Reichweitenopfer?

Vielleicht kommen schon bald Kunden, die bisher auf Grund einer zu langen Leitung auf T-DSL verzichten müssen, in den Genuss von Breitband-Internet.

16.06.2005, 15:55 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Wie aus einem Schreiben der T-Com an die Bewohner der Gemeinde Ottensoos hervorgeht, erprobt die Festnetztochter der Deutschen Telekom, ob T-DSL auch auf weitere Entfernungen als bisher üblich bereitgestellt werden kann. Somit forciert das Unternehmen nicht nur den Ausbau von Infrastrukturen aus Glasfaserkabeln, sondern widmet sich auch den Leitungslängen-Opfern.
Lange Leitung?
Um auch Haushalten, die an einem langen Kabel hängen, T-DSL anbieten zu können, führt die T-Com aktuell Betriebsversuche an vier Orten durch. Ein solcher Fleck ist die fränkische Gemeinde Ottensoos. Derzeit ist bei einer Leitungsdämpfung von rund 50 db Schluss mit Breitband - dies entspricht einer Leitungslänge von circa 4,5 Kilometern. Der Schlüssel zum breitbandigen Internetgenuss auch über weitere Distanzen heißt normalerweise RADSL (Rate Adaptive Digital Subscriber Line).
Mit RADSL zum Glück?
Im Gegensatz zu ADSL-Hardware sind die in den Vermittlungsstellen eingebauten RADSL-Komponenten in der Lage, das Frequenzband des Upstreams zu reduzieren, um dem Downstream eine größere Frequenzbandbreite zur Verfügung zu stellen. So kann Störungen vorgebeugt werden. Theoretisch sind mit Rate-Adaptive-DSL bei einer Leitungsdämpfung von mehr als 52 db noch bis zu 512 kbit/s Downstream möglich.
Diese Technologie kommt bei den jetzigen Feldversuchen nach Angaben der T-Com-Pressestelle jedoch nicht zum Einsatz. Vielmehr überprüfe man, "wie sich DSL verhält, wenn der theoretische Grenzwert von 50 db in der Praxis leicht überschritten wird." Die bekannte ADSL-Technik bleibt also, man traut sich nur mehr. Ob die Tests positiv oder negativ verlaufen, steht in den Sternen. Sollte Ersteres zutreffen, könnten sich viele weitere Bundesdeutsche über T-DSL freuen.

(Michael Müller)

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