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Neue Details zu Windows Vista

Spekulationen gab es in letzter Zeit schon genug. Auf microsoft.com äußert sich ein Experte erstmals konkreter zu den Hardwareanforderungen des neuen Windows-Nachfolgers.

05.01.2006, 08:50 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Dass der Nachfolger von Microsofts Betriebssystem Windows XP im Herbst 2006 kommen soll, ist schon länger bekannt. Über die Systemvoraussetztungen des ehemals "Longhorn" getauften Systems konnten bisher allerdings nur Spekulationen angestellt werden. Windows-Experte Charlie Russel gab nun in einem TechNet-Beitrag auf der Microsoft-Homepage einige genauere Daten zu den Systemvoraussetzungen für Windows Vista bekannt.
Nichts für schwache Systeme
Russel bezieht sich in seinem Leitfaden auf die Beta 1 Version des neuen Windows von Juli 2005. Als CPU wird jeder derzeitige Mittelklasse-Prozessor von Intel und AMD ausreichend sein. Auch auf Recheneinheiten der unteren Klasse soll Vista zumindest mit abgespeckter Funktionalität und Performance eine Chance haben. Empfohlen werden die neuen Dual-Core-Prozessoren, die AMD und Intel zur Zeit auf den Markt bringen. Die Anforderungen an den Hauptspeicher liegen bei mindestens 512 MB, um das System und eine Anwendung stabil zu halten.
Mit Windows Vista soll sich nun auch der Kauf von SATA-Festplatten richtig lohnen. Empfohlen wird hier eine Platte mit 8 MB Cache und Native Command Queuing (NCQ), das die Bearbeitung von Aufgaben beschleunigt. IDE-Laufwerke mit 7.200 RPM werden natürlich auch unterstützt. Neues Design - höhere Anforderungen
Die auffälligsten Neuerungen bei Microsofts Betriebssystem liegen im völlig neuen grafikintensiven Design. Für die Darstellung der neuen Grafikoberfläche Aero, dem Glass-Look, wird eine Grafikkarte mit Windows Display Driver Model (WDDM) Support vorausgesetzt. ATI-Karten ab der 9500er-Serie und Nvidia-Adapter ab der FX 5200 unterstützen WDDM.
Außerdem setzt das neue 3D-Design auf die vormals als "Avalon" bekannte "Windows Presentation Foundation". Das Präsentationssystem arbeitet eng mit dem Grafikchip zusammen, um 3D-Texturen für den Desktop zu erzeugen. Die neuen Designs und Effekte nutzen DirectX 9. Russel empfiehlt deshalb eine kompatible Grafikkarte mit Pixel Shader 2.0 oder höher, AGP 8X Support oder PCIe 16X und mindestens 64 MB Speicher. Notebooks mit integriertem Grafikchip sollten darum möglichst mit einem Gigabyte RAM ausgestattet sein, um genügend Speicher zur Verfügung stellen zu können.
Vernetzt - mit oder ohne Kabel
Um eine einwandfreie und schnelle Netzwerkverbindung in Verbindung mit Windows Vista zu nutzen soll mindestens eine 100 Mbit Ethernet-Karte genutzt werden. Für die kabellose Vernetzung heißt das zumindest Wireless-Standard 802.11.
Die Angaben in dem Bericht von Charlie Russel sind leider nur halb-offiziell. Da er zwar auf der Technikseite von microsoft.com erscheint, aber keine offizielle Bekanntmachung ist. Bis zu einem offiziellen Datenblatt dauert es aber hoffentlich auch nicht mehr lang.

(Philip Meyer-Bothling)

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