News

Netzgeschäft? Zehn Millionen Euro für ein Feuerwerk

Ein junger Österreicher geht derzeit mit der Sammelbüchse durch das Internet. Sein Ziel: ein millionenschweres Feuerwerk, über dessen Durchführungsort die Geldgeber abstimmen können.

23.12.2007, 16:16 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Mit einem neuen Geschäftsmodell sorgt derzeit ein junger Österreicher für Aufsehen in der Netzgemeinschaft. Christian Kaliauer ist begeisterter Pyrotechniker und hat sich das Konzept für ein beispielloses Mega-Feuerwerk ausgedacht. Ähnlich, wie die One-Million-Dollar-Show in Las Vegas, will der 24-jährige auch in Deutschland ein monströses Lichtspektakel abhalten: zum Schnäppchenpreis von zehn Millionen Euro.
Zehn Euro pro Stern
Das Geld für die "spektakulärste Feuerwerk-Show, die die Welt je gesehen hat" soll durch zahlungswillige Internetnutzer beigesteuert werden, die auf der Website des "Sky for Millions"-Projekts so genannte Sterne kaufen können. Mit zehn Euro schlagen die Himmelskörper allerdings etwas happig zu Buche. Ein Stern erlaubt den Käufer, über den Ort der Veranstaltung abzustimmen und bietet ihm die Berechtigung, das Ereignis später einmal live im Internet verfolgen zu können. Wer gleich fünf oder mehr Sterne ersteht, darf darüber hinaus für drei Jahre Werbung auf der Event-Website schalten.
Spätestens sechs Monate nachdem der letzte Stern über den Ladentisch gegangen ist, will Kaliauer den Himmel über der auserwählten Stadt leuchten lassen. Geplant sind musiksynchrone Feuerwerkseffekte, für die zuvor diverse Songs komponiert werden sollen.
Internet-Millionär als Vorbild?
Unabhängig von der Frage, ob die Investition von zehn Millionen Euro im Sinne des alljährlichen Aufrufs "Brot statt Böller" nicht an anderer Stelle angebrachter wäre, erinnert das Vorhaben stark an die Idee eines englischen Studenten, der noch im letzten Jahr zum Internet-Millionär wurde, als er pixelweise Werbeplatz auf seiner Million Dollar Homepage veräußerte.

(André Vatter)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang