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Netzfundstück: Online rätseln gegen den Welthunger

Spielchen gegen die kleine Langeweile zwischendurch gibt es reichlich im Netz. Mit FreeRice können Surfer jetzt Zeit tot schlagen und damit bestenfalls Leben retten.

18.11.2007, 10:01 Uhr
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Spielchen gegen die kleine Langeweile zwischendurch gibt es reichlich im Netz. Mit FreeRice können Surfer jetzt Zeit tot schlagen und damit bestenfalls Leben retten. Die Schwester-Website der Initiative gegen Welthunger Poverty.com will kostenlos Reis an arme Menschen spenden und ganz nebenbei etwas für die Englischkenntnisse des Nutzers tun.
Sprachschule für guten Zweck
Auf der Website von FreeRice werden dem Besucher englische Begriffe eingeblendet, zu denen das passende Synonym gefunden werden muss. Für jedes richtig zugeordnete Wort spendet der Sprachschüler dem Projekt automatisch zehn Reiskörner. Das wäre ein verschwindend geringer Beitrag gegen den Welthunger – wäre da nicht die riesige Internetgemeinde von mittlerweile fast 1,3 Milliarden Nutzern, die zusammengenommen doch den einen oder anderen Sack Reis füllen kann. Entsprechend schnellt der Körnerzähler von FreeRice in die Höhe: Am 7. Oktober startete das Projekt mit mageren 830 Reiskörnern, inzwischen sind mit knapp 1,52 Milliarden schon ein paar Kilo des Grundnahrungsmittels zusammen gekommen.
50 Millionen Körner am Tag
Allein gestern, am 12. November, sind laut Statistik mehr als 50 Millionen Reiskörner hinzu gekommen – ein deutliches Zeichen für den Erfolg des Projekts. Dabei hat FreeRice durchaus den Anspruch, dem Besucher mehr als ein gutes Gewissen zu bescheren. Dazu sind die abgefragten Vokabeln in 50 Schwierigkeitsstufen unterteilt. Zu Beginn testet das System den Kenntnisstand des Nutzers, indem es verschiedene Level variiert und sich anschließend automatisch auf den passenden Anspruch einstellt. Den gespendeten Reis finanzieren dann die Werbepartner, die während des Vokabeltests ihre Online-Anzeigen unter den Fragen schalten. Die Verteilung der Spenden übernimmt anschließend das United Nations World Food Program (WFP).

(Aleksandra Leon)

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