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Netzausbau: TK-Anbieter sollen mit Energieversorgern kooperieren

Die TK-Unternehmen stecken nach Ansicht von Steria Mummert Consulting in einem Dilemma: Die Kunden wollen mehr Bandbreite nutzen, aber nicht mehr dafür zahlen.

15.03.2013, 17:31 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die TK-Unternehmen stecken nach Ansicht von Steria Mummert Consulting in einem Dilemma: Die Kunden wollen mehr Bandbreite nutzen, aber nicht mehr dafür zahlen. Bis 2015 werden die Netze laut "Branchenkompass 2013 Telekommunikation" weiter stark ausgebaut werden. Rund ein Viertel der Umsätze sollen dafür in die Infrastruktur reinvestiert werden.

Hohe Datenraten ein Muss

Vor allem der Download von Videos sowie der Datenaustausch von Apps und Webapps würde den Bandbreitenhunger auf Kundenseite anregen. Die Mobilfunknetze werden deshalb mit Long Term Evolution (LTE) aufgerüstet. Im Festnetz werden höhere Datenraten durch den Einsatz von Glasfaser, Koaxialkabel und VDSL erreicht.

"Die Investitionen in den Netzausbau sind für die Telekommunikationsunternehmen unausweichlich, denn hohe Datenraten für den Endkunden sind der entscheidende Erfolgsfaktor in der Branche. Wer die nicht liefern kann, wird untergehen", so Reinhold Weber von Steria Mummert Consulting.

Kooperation mit Energie- und Wasserversorgern

Nach dem Ausbau der Netze gelte es jedoch, die Investitionen wieder hereinzuholen. Aber auch das werde zunehmend schwierig. "Die Kunden sehen einen zuverlässigen Internetanschluss mit Übertragungsraten auf dem jeweils aktuellen Stand der Technik als Selbstverständlichkeit an. Deswegen sind sie in der Regel nicht bereit, mehr dafür zu bezahlen, wenn sich die Technik und die Datenraten verbessern."

Steria Mummert Consulting sieht die Lösung in brancheninternen und branchenübergreifenden Kooperationen –zum Beispiel durch die Vermarktung verschiedener Produkte unter einem gemeinsamen Namen. Aber auch auf der Kostenseite soll es zu Einsparungen kommen. TK-Anbieter sollen mit Energie- und Wasserversorgern kooperieren und deren vorhandene Trassen mitnutzen. Eine solche Zusammenarbeit biete vor allem für regionale Anbieter Chancen.

(Peter Giesecke)

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