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Netup: App bündelt Mobilfunk und WLAN für schnelleres Internet

Eine Internetverbindung kann nie schnell genug sein. Aus diesem Grund möchte das Startup Shoelace mit seiner App Netup eine Bündelung von Mobilfunk und WLAN für Android-Smartphones auf den Markt bringen. In Deutschland stößt das Konzept allerdings noch auf Probleme.

17.01.2015, 12:18 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Das kalifornische Startup Shoelace versucht laut androidpit.de aktuell über Kickstarter ein Investment von 20.000 US-Dollar einzusammeln, um seine neue App Netup auf den Markt zu bringen. Die App verspricht, die Internetverbindung auf allen Android-Smartphones zu beschleunigen, indem sie die Mobilfunkverbindung mit einer WLAN-Verbindung kombiniert. Anders als ähnliche Apps benötigt Netup allerdings keinen Root-Zugriff auf das Smartphone.

VPN ermöglicht gesplitteten Datenstrom

Um die verteilte Datenübertragung zu ermöglichen, baut die App eine VPN-Verbindung zu den hauseigenen Servern auf. Die Server fordern dann die gewünschten Daten von den entsprechenden Webservern an und splitten den Datenstrom in zwei Kanäle, welche dann über die Mobilfunkverbindung und das verfügbare WLAN getrennt übertragen werden. Auf dem Android-Gerät werden die beiden Datenströme wieder zusammengeführt. Auf diese Weise sollen alle Apps von einer schnelleren und zuverlässigeren Internetverbindung profitieren. Die beschleunigte Verbindung lässt sich für jede App einzeln an- und abschalten.

Zu geringes Volumen und der Datenschutz

Diese Idee klingt zunächst nicht schlecht, allerdings gibt es zumindest in Deutschland zwei grundlegende Probleme bei der tatsächlichen Umsetzung. Zunächst mal erlauben die meisten gängigen Smartphonetarife nur die Übertragung relativ geringer Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit und werden danach auf GPRS-Bandbreite gedrosselt. Nach einem hochauflösenden Youtube-Video wäre das Volumen möglicherweise schon verbraucht und die Kanalbündelung fortan wirkungslos. Weiterhin müssten alle Daten über die Server von Shoelace übertragen werden, die durch ihren Standort nicht den Deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen.

(Falko Kuplent)

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