Video-Streaming

Netflix sorgt für 15 Prozent des weltweiten Download-Traffics

Videoinhalte erfreuen sich großer Beliebtheit im Netz. Vor allem der US-Streaming-Dienst Netflix erzeugt laut einer aktuellen Studie viel Datenverkehr im Internet. In Europa liegt YouTube beim Datenverbrauch noch vor Netflix.

Jörg Schamberg, 05.10.2018, 13:16 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

New York – Immer mehr Videoinhalte werden über das Internet gestreamt – und sorgen dabei für einen hohen Datenverbrauch. Wie das Magazin "Variety" berichtet, entfallen inzwischen 57,7 Prozent des gesamten weltweiten Download-Traffics im Internet auf Videos. Weit abgeschlagen mit lediglich 17 Prozent folge der Datenverkehr durch Webseiten. Online-Games hätten einen Anteil von 7,8 Prozent, Social Media einen Prozentsatz von 5,1 Prozent an dem weltweiten Daten-Traffic. Laut der aktuellen Studie "Global Internet Phenomena Report" von Sandvine, einem Anbieter von Bandbreiten-Management-Systemen, entfalle alleine 15 Prozent des gesamten Downstream-Traffics rund um den Globus auf Netflix.

Prime Video beim Datenverbrauch in Amerika noch vor YouTube

In Nord- und Südamerika würde der Anteil von Netflix mit 19,1 Prozent sogar noch höher liegen. Außerdem würde Amazons Video-Streaming-Dienst Prime Video dort mit 7,7 Prozent mehr Daten verbrauchen als YouTube (7,5 Prozent). In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika führe dagegen YouTube mit einem Anteil von 30,4 Prozent gegenüber Netflix mit 23,1 Prozent.

Global gesehen folgen hinter Netflix http Media Streams mit 13,1 Prozent des Downstream-Datenverkehrs. YouTube komme auf 11,4 Prozent, Surfen im Web auf 7,8 Prozent sowie der Transport von MPEG-Streams auf 4,4 Prozent.

Hoher Datenverbrauch bei Netflix trotz Videokompression

Obwohl Netflix eine effizientere Video-Kompressionskodierung nutze als andere große Videodienste, dominiere der US-Anbieter den weltweiten Datentraffic. Auf App Store und Marktplätze wie iTunes und Google Play entfalle laut Sandvine-Studie 4,6 Prozent, auf File Sharing 2,8 Prozent sowie auf Audio-Streaming 1 Prozent des weltweiten Datenverbrauchs.

Für die Sandvine-Studie seien Daten von mehr als 150 Providern weltweit ausgewertet worden, die 2,1 Millionen Abonnenten repräsentierten. Aussagefähige Zahlen aus China oder Indien seien dabei jedoch nicht enthalten.

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