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Netflix-Chef: Lineares Fernsehen bis 2030 am Ende

Netflix-Chef Reed Hastings sieht seinen Video-Streaming-Dienst im Aufwind. Bei einer Veranstaltung in Mexico City sagte er, dass die Art, wie wir heute fernsehen, bis Ende 2030 ihr Ende gefunden haben werde.

29.11.2014, 14:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Netflix-Chef Reed Hastings sieht seinen Video-Streaming-Dienst im Aufwind. Bei einer Veranstaltung in Mexico City anlässlich der Ausweitung des Netflix-Angebots nach Lateinamerika sagte er, dass die Art, wie wir heute fernsehen, bis Ende 2030 ihr Ende gefunden haben werde - also in etwas mehr als 15 Jahren. Dies berichet The Hollywood Reporter.

Zeitversetztes Sehen

Tatsächlich haben Internet und Fernsehen in den vergangenen Jahren gut nebeneinander existieren können. Die Forscher registrierten zwar steigende Nutzungszeiten der Online-Angebote, diese gingen aber nicht zu Lasten des Fernsehschauens. Die neuen Streaming-Anbieter scheinen aber nun auf Kosten des klassischen Fernsehkonsums zu wachsen.

Bei den Streamingdiensten handelt es sich nicht bloß um die Verlagerung der Ausstrahlung vom Fernsehturm, TV-Kabel oder Satelltiten hin zum Internet. Die Stärke des Streamings ist das zeitversetzte Sehen. Auch die Übertragungen eines Events aus mehreren Perspektiven ist hier leichter möglich.

Klassische TV-Sender haben dagegen immer noch Vorteile bei Live-Übertragungen. Wer das Fernsehsignal beim Schauen der Fußball-Weltmeisterschaft nicht über einen Satelliten erhalten hat, wird die Nachbarn schon jubeln oder fluchen gehört haben, während man selbst den Stürmer noch aufs Tor zurennen sah.

(Peter Giesecke)

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