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Netflix braucht den gläsernen Zuschauer

Erst wenn Netflix seine Kunden in Deutschland kennt, wird das Angebot entsprechend angepasst.

18.09.2014, 07:01 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Das Geschäftsmodell des Online-Videodienstes Netflix basiert darauf, seine Kunden außerordentlich gut zu kennen. Ausgewertet wird unter anderem, welche Serien und Filme eine Nutzer mag, ob von manchen mehrere Folgen am Stück schaut - und bei anderen vielleicht sofort aussteigt.

Programm in Deutschland wird sich ändern

Auf Basis solcher Informationen bekommt jeder Kunde personalisierte Empfehlungen. Zugleich richtet sich Netflix daran beim Einkauf neuer Inhalte. "Zum Start in Deutschland ist es noch unsere Vermutung, was die Menschen mögen könnten", sagt Programmchef Ted Sarandos. "Mit der Zeit werden wir es wissen und unser Angebot danach ausrichten."

Netflix startete 1997 als eine Versand-Videothek. Zwei Jahre später fing die Firma an, einen Empfehlungs-Algorithmus zu entwickeln. Grund waren Verluste: Die Nutzer wollten immer nur die neusten Filme sehen, die dann nach wenigen Wochen in den Regalen verstaubten.

Mit den Empfehlungen sei nach wenigen Monaten die Wende gelungen, sagt Produktchef Neil Hunt. Der Algorithmus wurde seitdem immer weiter verfeinert, insbesondere nach dem Einstieg ins Video-Streaming aus dem Internet im Jahr 2007.

(Peter Giesecke)

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