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NetCologne und Stadt Köln: Startschuss für kostenloses WLAN-Netz hotspot.koeln

In Köln können ab sofort Einwohner und Touristen an zentralen Plätzen der Stadt per WLAN-Hotspots kostenlos mobil im Internet surfen. NetCologne und Stadt Köln wollen das Hotspot-Netz weiter ausbauen.

05.05.2014, 18:01 Uhr
netCologne© netCologne

Mit Smartphone und Tablet mobil im Internet surfen: In der Domstadt Köln ist das ab sofort an mehreren öffentlichen Plätzen kostenlos möglich. Der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne sowie die Stadt Köln haben am Montag den offiziellen Startschuss für hotspot.koeln gegeben, das kostenlose WLAN-Hotspot-Netz für die Millionenstadt am Rhein. Im Rahmen einer Presseveranstaltung informierten unter anderem Oberbürgermeister Jürgen Roters sowie NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns über das neue WLAN-Angebot für Bürger und Touristen.

Kostenloses WLAN an zentralen Kölner Plätzen

Nach Angaben von Oberbürgermeister Roters steht kostenloses WLAN zum Start an einigen zentralen Plätzen zur Verfügung. Als erste Grundversorgung finden sich laut Hermanns derzeit Hotspots auf dem Rathausplatz, dem Willi-Brandt-Platz, dem Heinrich-Böll-Platz, am Alter Markt, dem Ottoplatz am Deutzer Bahnhof sowie dem Roncalliplatz. Auf letzterem hatte NetCologne bereits im vergangen Dezember während des Weihnachtsmarktes einen Hotspot im Rahmen eines Pilotprojektes eingerichtet.

Je Standort sind aktuell 2 bis 3 Antennen verbaut, die über eine Breitbandanbindung von 100 Mbit/s verfügen und jeweils bis zu 500 Besuchern pro Antenne einen Internetzugriff ermöglichen. Bis zum Ende des Jahres sollen in zwei weiteren Ausbaustufen auch die Komödienstraße, der Bahnhofsvorplatz, der Domvorplatz rund um Köln Tourismus, das Rathaus, der Heumarkt sowie die Altstadt von der Rheinpromenade bis zum Rheinauhafen abgedeckt werden. Angedacht ist auch eine Erweiterung unter anderem auf Museen, die Stadtbibliothek und die Stadtteilbibliotheken. An den jeweiligen Hotspot-Standorten weisen Schilder auf die kostenlose WLAN-Nutzung hin.

Einwahl ohne Passwort

Die Stadt Köln selbst betreibt zusätzlich eigene Hotspots im Rathaus und in allen Bezirksrathäusern. Zudem wurden 210 Hotspots in 23 Schulen installiert. Das ist der Stadt wichtig, denn das kostenlose mobile Internet soll in der Fläche und nicht nur in der Innenstadt verfügbar sein. Alle Einwahlpunkte sind zentral im System hotspot.koeln erfasst, entsprechend erscheint bei der erstmaligen Einwahl in das Hotspotnetz im Browser unter http://hotspot-koeln.de ein einheitliches Anmeldeformular. Erforderlich ist die Angabe von Vorname, Namen, E-Mail-Adresse und Mobilfunkrufnummer, ein Passwort wird nicht benötigt. Außerdem müssen die Nutzer zur rechtlichen Absicherung des Providers NetCologne die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Daten werden jedoch nicht gespeichert.

Eine Stunde Surfen ohne Unterbrechung - Wiedereinwahl möglich

Eine Stunde lang können Kölner und Besucher der Stadt das mobile Internet kostenlos nutzen, danach folgt eine Zwangstrennung. Eine sofortige Wiedereinwahl ist jedoch möglich. Allerdings bietet hotspot.koeln kein automatisches Login an, der Anmeldeprozess muss bei einer neuen Sitzung jedes Mal wiederholt werden. NetCologne hat die Standorte der ersten Ausbaustufe auf eigene Kosten mit Hotspots ausgerüstet, pro Antenne fallen jährlich rund 2.800 Euro an Kosten an. Der weitere Ausbau soll dann mit der Hilfe von Sponsoren erfolgen, die Kosten für den Datenverkehr übernimmt aber NetCologne. Der in Köln ansässige Provider betont, dass die entstehenden Kosten nur einen kleinen Teil des Werbebudgets des Unternehmens ausmachen würden. Das bei der Einwahl aufgerufene Anmeldeportal soll zudem aufgerüstet werden und zeigt Nutzern künftig auf einer Karte Informationen wie Sehenswürdigkeiten und Shopping-Möglichkeiten rund um den jeweiligen Hotspot-Standort an.

NetCologne-Geschäftsführer Hermanns zeigt sich optimistisch hinsichtlich der Entwicklung des Hotspot-Netzes: "Ich glaube dass es ein Erfolg, ein Selbstläufer werden wird".

(Jörg Schamberg)

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