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Netcologne plant eigenes Glasfasernetz

200 Millionen Euro sollen investiert werden, um in fünf Jahren alle Kölner Mehrfamilienhäuser in Eigenregie mit bis zu 100 Mbit-Anschlüssen versorgen zu können.

22.02.2006, 13:02 Uhr
netCologne© netCologne

Der Kölner Regionalanbieter Netcologne will sich bei breitbandigen Internetanschlüssen von der Deutschen Telekom loseisen. Wie die "WirtschaftsWoche" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, will Netcologne bereits im April oder Mai mit dem Bau eines schnellen Glasfasernetzes beginnen. Hierzu bedürfe es aber noch einigen Genehmigungen der Stadtverwaltung.
Netzausbau bis ins Haus
In einem Gespräch mit dem Magazin gab Netcologne-Chef Werner Hanf zu Protokoll: "Wir wollen uns vollständig von der Deutschen Telekom emanzipieren". Hierzu sollen rund 200 Millionen Euro in den Bau des eigenen Highspeednetzes investiert werden, das bis in die Häuser reichen soll. Die Pläne klingen vielversprechend: bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downstream will Netcologne am Ende seinen Kunden anbieten können. "In fünf Jahren hängen alle Kölner Mehrfamilienhäuser an unserem Glasfasernetz" ist Hanf zuversichtlich.
Viel Geld für den Aufbau eines eigenen Netzes in die Hand zu nehmen, stellt für Netcologne nach Informationen der WirtschaftsWoche einen großen Vorteil dar. Allein 28 bis 30 Millionen Euro überweise das Unternehmen in diesem Jahr an die Deutsche Telekom für die Mitbenutzung des Telefonanschlusses.
Konkurrenz formiert sich
Auch die Telekom und Arcor planen den Aufbau eigener Glasfasernetzer, um schnellere Internetanschlüsse bereitstellen zu können.

(Hayo Lücke)

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