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NetCologne: Kundenwachstum dank Glasfaserausbau

Der regionale Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne hat positive Zahlen für 2013 vorgelegt. 149.000 Kunden sind bereits an das eigene Glasfasernetz angeschlossen. In ländlichen Regionen liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau der FttC-Infrastruktur.

25.06.2014, 12:36 Uhr
netCologne© netCologne

Der regionale Telekommunikationsanbieter NetCologne hat am Mittwoch seine Jahresbilanz vorgestellt und meldet sowohl Zuwachs an Kunden als auch ein Plus beim Jahresergebnis. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte NetCologne einen Umsatz in Höhe von 241 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern lag im vergangenen Jahr mit 17,2 Millionen Euro um 1,4 Millionen Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. Der in Köln ansässige Provider baut sein Glasfasernetz weiter aus und setzt auch auf den Einsatz der Vectoring-Technologie. Doch nicht alles verlief positiv, im vergangenen Jahr hatte NetCologne auch mit Problemen zu kämpfen.

IT-Umstellung im Bereich Kundenservice

"Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns", gibt Geschäftsführer Jost Hermanns zu. Im Bereich Kundenservice erfolgte eine große IT-Umstellung, die das Unternehmen vor "Herausforderungen" gestellt habe. "Der Systemwechsel war notwendig, damit wir unsere Kunden auch in Zukunft mit moderner Kommunikationstechnologie versorgen können", betont Hermanns. "Das ursprüngliche System wurde vom Hersteller nicht mehr unterstützt", so der NetCologne-Geschäftsführer weiter.

Ende 2013 zählte NetCologne rund 388.000 Festnetzkunden, davon waren 149.000 Kunden über das eigene Glasfasernetz angeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr meldet der Anbieter hier ein Plus von 10.000 Anschlüssen. Ende 2013 waren mehr als 56.600 Gebäude an das NetCologne-Breitbandnetz angebunden, eine Zunahme um 1.500 Gebäude. Im TV-Bereich legte NetCologne um 16.000 auf 216.000 TV-Kunden zu.

Breitbandanschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s für ländliche Regionen

Den Schwerpunkt des Netzausbaus legen die Kölner außerhalb des Stadtgebietes auf die Erweiterung der FttC-Infrastruktur (Fibre to the Curb). Haushalte können mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Internet surfen. Insbesondere in ländlichen Regionen würde der Netzausbau für ein "konstantes Kundenwachstum" sorgen. Derzeit baut NetCologne Gebiete in Wesseling, Pulheim, Niederkassel, Elsdorf, Windeck, Eitorf und Betzdorf aus. Durch den Vectoring-Einsatz könnten Kunden mit VDSL-Anschlüssen künftig sogar auf Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s zugreifen.

Doch nicht nur die Gewinnung von Neukunden, sondern gerade auch die Bestandskundenbindung sei ein wichtiger Grund für den Ausbau des Netzes. "Uns ist es wichtig, dass wir unseren Kunden auch langfristig leistungsstarke Netze anbieten können", betont Hermanns. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Einer der größten Wettbewerber, der Kabelnetzbetreiber Unitymedia, hat für dieses Jahr die Erhöhung der Download-Bandbreiten auf 200 Mbit/s angekündigt.

(Jörg Schamberg)

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