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NATO prüft Vorwürfe zu russischer Internet-Sabotage

Die NATO untersucht Vorwürfe Tallinns, aus Russland seien Sabotageakte gegen Webseiten von estnischen Behörden verübt worden.

18.05.2007, 15:12 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Die NATO untersucht Vorwürfe Tallinns, aus Russland seien Sabotageakte gegen Websites von estnischen Behörden verübt worden. Präsident Toomas Hendrik Ilves habe NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer um eine Untersuchung der Vorfälle gebeten, sagte ein NATO-Verantwortlicher am Freitag in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP.
"Ernste Angelegenheit"
Die Ausfälle von Websites der estnischen Behörden würden als "ernste Angelegenheit" für Estland und das gesamte Verteidigungsbündis betrachtet, da die Aktionen abgestimmt und gut organisiert seien. "Es ist sicher keine Sache, die zwei Teenager aus welchen Gründen auch immer tun", sagte der NATO-Mitarbeiter. Bislang sei aber unklar, ob die Angriffe auf die Internetseiten aus Russland verübt worden seien.
Regelmäßige Sabotage
Seit Ende April wurden die Websites estnischer Institutionen regelmäßig sabotiert, so dass diese zeitweise geschlossen werden mussten. Estlands Regierungschef Andrus Ansip warf der russischen Regierung vor, die Angriffe seien teils von ihren Rechnern und sogar von Computern des Büros von Präsident Wladimir Putin gekommen. Tallinn forderte die NATO und die Europäische Union auf, entschlossen gegen diese Vorfälle vorzugehen. Das Verhältnis zwischen Moskau und Tallinn ist nach der Verlegung eines sowjetischen Kriegerdenkmals in Tallinn sehr angespannt. Seit Ende April war es zu mehreren Übergriffen Kreml-treuer Jugendlicher auf die estnische Botschaft in Moskau gekommen. Estland ist seit 2004 Mitglied der NATO.

(Aleksandra Leon)

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