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Nano-SIM-Karte: Geschrumpfte Micro-SIM ab 2012

Es geht noch kleiner: Die neue Nano-SIM des Münchner Technologiekonzerns Giesecke & Devrient ist ein Drittel kleiner als eine Micro-SIM-Karte und soll bereits ab dem nächsten Jahr in ersten Smartphones zum Einsatz kommen.

Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Das Ende der klassischen SIM-Karte rückt zusehens näher. Während der Micro-SIM-Chip aufgrund seiner kompakten Maße in immer mehr aktuellen Smartphones und Tablet-PCs Verwendung findet, steht bereits das um ein Drittel verkleinerte Nachfolgemodell in den Startlöchern. Schon im nächsten Jahr könnte die sogenannte Nano-SIM in ersten Geräten Verwendung finden, teilte das Herstellerunternehmen Giesecke & Devrient (G&D) am Freitag in München mit.

Prototypen zu Testzwecken ausgeliefert

Erstmals öffentlich vorgestellt werden soll das neue Format auf der vom 15. bis 17. November in Paris stattfindenden Fachmesse "CARTES & IDentification 2011". Die Nano-SIM kommt in den Abmessungen 12 x 9 Millimeter, ist 15 Prozent dünner als ein Micro-SIM-Chip und damit laut G&D die bislang kleinste SIM-Karte der Welt. Endgeräte-Produzenten erhalten so mehr Raum, der für andere Komponenten genutzt werden kann – beispielsweise Speichermodule oder größere Akkus. Per Adapterlösung lässt sich die Karte darüber hinaus auch in älteren Smartphones einsetzen.

Erste Prototypen seien bereits zu Testzwecken an verschiedene Mobilfunk-Netzbetreiber ausgeliefert worden, so G&D. Das offizielle Standardisierungsverfahren der Nano-SIM durch das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) soll voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Embedded SIMs bringen Geräte ans Netz

Ebenfalls auf der Pariser Messe im Rahmen eines Pilotprojektes von G&D, SFR, Vodafone und Gemalto präsentiert werden spezielle SIM-Karten, die fest ab Werk in bestimmte elektronische Geräte eingebaut und anschließend per Mobilfunkverbindung aus der Ferne aktiviert werden. Embedded SIMs gelten dabei als Voraussetzung, um etwa auch selten vernetzte Geräte wie Kameras, MP3-Player, E-Book-Reader oder Stromzähler großflächig mit einem eigenen mobilen Internetzugang auszustatten.

Anfang 2011 hatte sich die Industrievereinigung der Mobilfunkbetreiber GSMA zum Ziel gesetzt, einen weltweiten Standard für Embedded SIMs einzuführen. Die integrierten Funkchips sollen mit jedem beliebigen Netz in jedem beliebigen Land kompatibel sein und universell zum Einsatz kommen. Die Einführung erster Produkte ist für das kommende Jahr vorgesehen.

(Christian Wolf)

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