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Nackt im Webcam-Chat - Zahle oder leide!

Computernutzer, die sich über ihre Webcams nackt mit anderen Nutzern unterhalten, bekommen im Anschluss Erpresser-Mails. Wer einmal zahlt, ist gefangen.

12.08.2013, 10:17 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Ein neue Masche von Internetkriminalität hat in Neuseeland erste Opfer gefunden: Computernutzer, die sich über ihre Webcams nackt mit anderen Nutzern unterhielten, erhielten im Anschluss Erpresser-Mails. Mehrere Menschen hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten als Opfer gemeldet, berichtete die gemeinnützige Organisation Netsafe am Montag.

Erpressungen nehmen kein Ende

Netsafe sammelt Online-Meldungen von kriminellen und anstößigen Internetaktivitäten und leitet die Fälle an die zuständigen Behörden weiter - etwa an Polizei, Zollamt, Verbraucher- oder Datenschützer.

Nach den hüllenlosen Internet-Chats wurde Teilnehmern gedroht, die Videos Verwandten oder Arbeitgebern zu schicken, berichtete Netsafe. Einige Opfer hätten bis zu 500 neuseeländische Dollar (300 Euro) gezahlt. Die Betrüger nutzten teils Internetadressen auf den Philippinen oder in Marokko. "Wenn das Geld bezahlt ist, kommen immer neue Geldforderungen", berichtete Netsafe-Chef Martin Cocker.

Insgesamt hätten Neuseeländer umgerechnet 2,1 Millionen Euro durch Internetkriminalität verloren, pro Kopf knapp 50 Cent. Ein Drittel davon zahlten Nutzer, die auf E-Mails reinfielen, die von ihnen Vorauszahlungen für versprochene Gewinne verlangten.

(Hayo Lücke)

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